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Geschichten und Gedichte aus NF.

August 24, 2015

De Porrnfischer vun Sylt

De ole Fischer sitt an,n Haaben und kiikt vull Sehnsucht rut op,t Meer

He schweeft in lang vergunng,n Tiiden, as he noch na See gung lang is her.

Sin graue Boart wuselt in sin möde Kopp, de Mütz hangt em scheef in,ne Nackn,

mit Tabakspiep und Freesengeist, lätt sik ganz gemütli schackn.

 

He levt nu oft in,ne ole Tiid, jüs foftein Johr is dat nu al her,

Dor weer he stolte Porrnfischer op sin Lady fair.

Bi Wind und Wedder , bi Storm und Schnee, schmeet he de groten Netten ut

Und brocht jümmers de Fang na Modder in,t Fischerhuus.

 

Hüüt is he old und Penschoneer, sin Söhn is nu de Kaptän,

Doch jeden Dach kümmt he na,n Kai, um emm bi,t Inlopen to sehn.

So sitt he jeden Dach an,n Kai und schmökt sin Piep in sinnlich Roh

Und mennigmol, kikt he op und kikt de Möwen bi,t Fodderklaun to.

 

Denn lacht he luut, vergnöcht an,t wat passeert und pliert in,t Sünnenlicht,

denn is he glücklich und tofreden und grient över,t ganze Seemannsgesicht.

Wenn denn de Söhn ers anleggn deit, de Kutter is an,ne Haabenmuuer,

denn weet he genau de neerigen Möwen liggen gliks op de Luur.

 

Denn givt dat Porrn und frische Fisch, de Körbe sind denn vull gefüllt.

So seggn denn veele Gäste emm „Dat is de letzte Porrnfischer vun Sylt“.

 

Geschrieben von Josh Ma, ins Plattdeutsche übersetzt von Karl Heinz Böttcher. Keine Kopien erlaubt, auch keine Ausschnitte.

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