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Jungfernfahrt

1 Kapitel.

KREUZFAHRT:

1.Kapitel Wie es dazu kam.

 

Durch Zufall stoße ich beim Zappen auf den NDR, der grade die Überführung eines Kreuzfahrschiffes von der Mayerwerft Papenburg  in die Nordsee überträgt.

Hierbei handelt es sich um die Norwegian Jewel der NCL. Was für ein Kasten, der da durch die Wiesen und Fennen langsam, geführt von zwei Schleppern, rückwärts die Ems runter fährt. 295m lang, 32,5m breit, über 8m Tiefgang.

Auf beiden Seiten der Ems auf den Deichen hunderte von Zuschauern und der Parkplatz voll mit Wohnmobilen, die das Spektakel mit verfolgen.

Rückwärts? Ja, rückwärts, weil die Schrauben des Schiffes Wasser unter den Rumpf schaufeln, in der nicht grade tiefen Ems, die auch extra für diesen Zweck aufgestaut werden muß.

Aber was für ein Anblick. Ich sehe es auch zum ersten Mal. Und jetzt erinnere ich mich an eine Sendung im TV, über die Herstellung von Dieselmotoren bei MAN Augsburg. Es war wahnsinnig interessant, wie die Motorengehäuse gegossen wurden, wie lange sie abkühlen mussten, bevor daran weitergearbeitet werden konnte. Es waren riesige 12 Zylinder Motoren, Kolben so dick wie ein Mensch.

Davon fünf Stück für ein Kreuzfahrschiff und die waren für die Norwegian Jewel in Papenburg. Gezeigt wurde auch der Einbau in das Schiff, drei Motoren in einer Reihe nebeneinander und noch zwei dahinter.

Das alles kam mir nun wieder in den Sinn, als ich die Sendung verfolgte.

Das bei diesem Anblick bei all den Zuschauern nun der Wunsch auftaucht, auch einmal mit einem solchen Schiff eine Reise zu machen, ist doch weiter nicht verwunderlich und so war es auch bei mir. Denn von klein an haben mich Schiffe und Seefahrt fasziniert. So bin ich doch schon mit 9 Jahren allein mit den Dampfern der Fördereederei auf der Flensburger Förde rumgedampft. Meistens nach Glücksburg und zurück. Und später dann in Husum habe ich mich nur noch am Hafen rumgetrieben. Sah die Schiffe rein- und rausfahren und wie gerne wollte ich dort an Bord sein.

So zuerst auf der „Amanda“, ein kleiner Kutter der Krabben(Porrn) fischte. Ich sollte eines Tages mit rausfahren in die Nordsee und wurde dann doch vom „Alten“ wieder auf den Kai geschickt, er wollte keine Kinder an Bord haben. Ich war elf Jahre alt. Meine Enttäuschung war natürlich riesengroß.

Dann endlich etwas später durfte ich mit dem alten, ja fast der älteste Husumer Kutter, HUS 9 „Edelweiß“, der dem Vater eines meiner Klassenkameraden gehörte, mit zum Fischen hinaus fahren. Es wurde für mich zum unvergesslichen Erlebnis und sollte mich für die nächsten Jahre prägen. Durch meinen Freund und Klassenkameraden Claus bekam ich dann denn auch Zugang zu den Schiffen und deren Eignern, die die Nordfriesischen Inseln versorgten, sog. Klütenewern( Klöße und Backpflaumensoße gab es sehr oft dort zum Essen). Besonders gerne waren wir an Bord der „Oste“ und der „Christine“ der Fam. Müller(Möllers op Platt) von Wyk auf Föhr, weil wir, wenn sie im Husumer Hafen lagen, mit den Beibooten im Hafen rumschippern durften.

Ja, wir wollten sogar nach Beendigung der Schule, bei ihnen als Moses (Lehrling) anheuern um zur See zu gehen. Bei mir hat es meine Mutter verhindert, ich solle doch zuerst einen „anständigen“ Beruf erlernen. Claus ist dann zur See gegangen.

Diese Gedanken beschäftigten mich, als ich die „Jewel“ so durch die Ems fahren sah.

So, das nun zu meiner Affinität zur Nordsee und zu Schiffen.

Solange, bis die Jewel die Nordsee erreicht hatte, habe ich es mit Spannung verfolgt und lange Zeit verfolgten mich diese Bilder noch.

Die Anzeige.

In unserer kostenlosen Wochenzeitung las ich immer als Erstes die Freizeit- und Urlaubsangebote. Und da stach mir ganz besonders ein Angebot sofort ins Auge: Jungfernfahrt mit einem Kreuzfahrtschiff von Amsterdam nach Dover und es war DIE Norwegian Jewel !! Zwei Tage, eine Übernachtung an Bord, all inklusiv, bis auf alkoholische Getränke und das Ganze für sage und schreibe 99 Euro.

Sofort habe ich zugeschlagen und für uns gebucht. Diese einmalige Gelegenheit wollte ich mir nicht mehr nehmen lassen. Wer weiß, ob es für mich jemals wieder so ein Angebot geben würde.

Mit wie vielen Umständen und Schwierigkeiten wir es dann zutun bekamen, um an Bord zu kommen, ahnten wir noch nicht. Denn NCL, Norwegian Cruise Line, war/ist eine Amerikanische Line!! Da hätte ich auch selbst drauf kommen können, so knallbunt sind die Schiffe einer Norwegischen Reederei doch nicht. Und ich habe anfangs gedacht, es ist eine Norwegische Line, wegen des Namens.

Der Reisetag rückte näher und die Reisebestätigung trudelte ein. Auch eine grobe Beschreibung der Utensilien, also die Klamotten, die wir mitnehmen durften/sollten, war dabei. Demnach wurde empfohlen, für gewisse Restaurants gehobene Kleidung zu tragen, also „Schapptüch“. Ansonsten konnte man sich überall in legerer Kleidung bewegen.

Ja, dementsprechend packten wir unsere Reistasche. Wollten wir doch auf alles vorbereitet sein. Auch meine „Schimanskyparka“ musste mit. Wie sehr ich die noch brauchen würde, ahnte ich hier noch nicht.

Es war ja Hochsommer, vom 08.08.- 09.08. 2005 war die Fahrt gebucht.

Morgends früh fanden wir uns am ZOB ein, denn es ging mit dem Bus nach Amsterdam. Es wurde eine gemütliche Fahrt, wir hatten Zeit genug. Die Einschiffung sollte ab 13 Uhr sein.

Da lag sie nun, die „Jewel“. Wir sahen nur das Heck, alles andere war von den großen Gebäuden verdeckt. Was für ein „Pott“!!

2.Kapitel:An Bord

Nun wurden wir zur Abfertigung in ein großes weißes Zelt geführt und jetzt begann die Prozedur der Amerikanischen Kontrolle.

Eine der netten Frauen begrüßte uns und führte uns dann zu einem Stand, an dem wir einzeln fotografiert wurden.

 

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ERINNERUNGEN

ERINNERUNGEN.

 

Meine Erinnerungen an Welt.

Ab einem gewissen Alter beginnen die Erinnerungen an die Kinder- und Jugendzeit immer intensiver zu werden und manches sieht man dann auch durch eine rosa Brille.

So auch meine Erinnerungen an Welt, ein kleines Dorf im Südwesten Eiderstedts, ca 3km südlich von Garding.

Hier lebte auf einem sog. Haubarg, ein großes Haus mit hohem Rehtdach, Mensch und Vieh unter einem Dach. Haubarge gibt es nur auf Eiderstedt und der bekannteste ist der „Rote Haubarg“mit seiner saagenumwobenen Geschichte.

Der Haubarg, den mein Urgroßvater bewirtschaftete, war der „Tetenshaubarg“, am Rande von Welt, an der Straße nach Garding.

Zu „meiner“ Zeit wurde er aber schon von seinem Sohn Georg und seiner Frau Frieda bewirtschaftet.

Nun zu meinen ersten Erinnerungen eines Besuchs in Garding und Welt.

Sie begannen damit, dass meine Großeltern, bei denen ich aufgewachsen bin, sich über einen Besuch in Welt unterhielten. Mit fünf Jahren bekommt man ja noch nicht so viel mit. Jedenfalls aber soviel, dass es ums Verreisen ging.

Es muss schon einen wichtigen Grund gegeben haben, weil auch Opa mitfahren wollte, was eigentlich ungewöhnlich war. Denn mein Opa war selbstständiger Malermeister und Fleischbeschauer in unserem kleinen Dorf und hatte immer viel zu tun.

Jo, und dann eines Tages ging es los. Ich wurde fein angezogen, mit dem sog. Schapptüch, das man nicht jeden Tag trug. Denn zu Fuß zum Bahnhof Schwesing Nord (den gab es zu der Zeit ja noch)Unterwegs trafen wir einen alten Bauern aus dem Dorf.“ Na, schöt jemm verreisen?“frogt he mi, „Jo, na Hamburg, na min Uropa“sä ick. „nee“, seggt Oma „Na Garding“.

Jo, da war es wieder, diese verdammten Verwechslungen. Ich konnte damals verschiedene Sachen einfach nicht auseinander halten. Hier war es Opa Hamburg und Opa Garding. Später in der Schule war es mein Geburtstag und Geburt. Und dann ab nach Husum Hauptbahnhof. Da mussten wir umsteigen in den Zug nach Garding/St.Peter.

Zu der Zeit lebte mein Urgroßvater schon sozusagen „auf Abnehm“ bei seiner Tochter Bina (Bina war eine Schwester von Opa)und ihrem Mann Wilhelm Grehm in Garding.(auf Abnehm lebten die alten Bauern, wenn sie ihren Hof an den Nachfolger abgegeben haben und dort ihre „alten Tage“ verlebten).Das Bild zeigt Opa Jacob Hinrichs vor dem Haus seines Sohnes Heinrich zu dessen Geburtstag am 7.3.37 in Schwesing, auf seinem Arm der Autor mit knapp einem Jahr.

Seine Frau Ernestine Auguste, geb. Hogrefe, meine Urgroßmutter, ist schon am 4.5. 1930 gestorben. Sie stammte aus Oldenswort und war die Tochter von Schmiedemeister Peter Hans Hogref(f)e und seiner Frau Kathrina Maria geb. Richter.

So wurde ja auch mein Großvater in Oldenswort geboren. Oma war eine geb. Hartwich und stammte aus Hamburg.

So, das dazu .

Bina und Willem besaßen ein kleines Haus in einer Nebenstr. in Garding nicht weit vom Zentrum weg und dort haben wir dann auch übernachtet. Und zwar hinter dem Fenster im Giebel war ein kleines Zimmerchen, mit nur einem Bett. Oma und ich in einem Bett, furchtbar.

Noch heute sehe ich vor meinem geistigen Auge, wie man so schön sagt, Uropa Jacob in seinem für mich damals , großen Lehnstuhl sitzen. In seiner Hand die ca 1Meter lange Pfeife mit dem weißen Porzellankopf.

Der Pfeifenkopf war mit Malerei verziert. An der Wand beim Ofen war eine Hakenleiste angebracht, an der noch mehr Pfeifen an ihrer Kordel hingen.

Angezündet hat Uropa seine Pfeife mit einem Holzspan, den er im Ofen entzündete.

Wenn ich nun recht recherchiert habe, war es der 80. Geburtstag von Opa Garding, wie ich ihn nannte.(er war 1861 geboren und es muß am 29.03. 1941 gewesen sein, ich war also schon 5 Jahre alt).

Endlich gab es dann Kaffee. Ich erinnere mich noch genau an die vielen Menschen in der kleinen Stube, von denen ich ja kaum Jemanden kannte.

Ich wurde mit noch anderen Kindern in den Vorraum der Küche platziert. Dort saßen wir an einem kleinen Tisch und auf Holzbänken und jeder bekam seinen Kuchen auf den Teller. Dazu gab es Milch.

Während dessen die Torten in der Stube die Runden machten, hatten wir Kinder nur een Stück Platkok kregen. Wir durften auch nicht um ein Stück Kuchen nachfragen, die Erwachsenen nannten es betteln, nein, wir mußten warten, bis wir gefragt wurden, ob wir noch ein Stückchen haben wollten.

Jo, so war eben unsere Erziehung damals und nebenbei bemerkt, wir kannten es ja auch nicht anders.

Jo, und dann bin ich ausgebüxt, nachdem ich mir den schönen Garten von Onkel Wilhelm und Tante Bina angesehen hatte. Durch die Pforte und weg auf die Straße.

Ich glaube, ich muß da was einwenden. Denn irgendetwas stimmt in meinen Erinnerungen nicht. Denn im April ist noch nichts im Garten. Also spielt mir der Verwechselungsteufel mal wieder einen Streich und dieser Besuch war vvlt. zu Uropas Beerdigung, irgendwann im Sommer.

Nicht allzu weit weg standen vor einer offenen Tür Kisten mit Gemüse, Kohl und Kartoffeln. Da war auch eine dicke grüne Ranke um die Ladentür und unter den Blättern lugten Weintrauben hervor, die ich ja nun garnicht kannte. Probieren kannste die unreifen Dinger ja mal, dachte ich so bei mir und langte hin, mir eine zu stiebitzen. Aber da hatte ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn der war so schnell draußen, schimpfte und jagte mich weg. Ich hatte mich ja wohl zu lange für diese Früchte interessiert. Dabei hätte ich sie doch so gerne mal probiert.

Und Weintrauben kaufen? Neee, viel zu teuer. Du hest doch Appeln genoch bit Huus. Dat mutt langen.

Am anderen Tag sind wir dann nach Welt, zu Fuss die gut drei Kilometer hin zum Hof von Tante Frieda und Onkel Georg, Opas jüngsten Bruder, der ja den Hof/Haubarg von seinem Vater Jacob Hinrichs übernommen hatte.

Der Weg war ein Sand/Schotterweg mit Gras bewachsenen Rändern die bis in den mit Wasser gefüllten Graben reichte. Auf der Fennenseite(Wiesen) standen Kopfweiden, die für mich immer zum Fürchten waren. Weil, im Dunkeln sah ich darin immer Gespenster. Sie waren/sind ja auch unheimlich anzusehen, jüs in,ne Schummeertiid.So richti markt heff ick dat op de Rückwech, as dat düster weer. Overs allns de Reeg na.

„Loop hier an,ne Kant in Gras und mok din Schoh nich so schieddig“ sä Oma all Nääs lang. Sie meinte damit, ich dürfte nicht mit schmutzigen Schuhen ankommen. Auch durfte ich nicht mit zufällig dort liegenden Steinen Fußball spielen, weil die Schuhe dann staubig würden. Aber es machte doch so viel Spaß, wenn die Steine in den Wassergraben platschten.

Als ich es dann mit der Hand machte hieß es dann:“Schmiet nich so veel Stehn in,ne Groof“.Egol wat ick dä, allns weer verkehrt.

Jo, so bi lütten, ja, langsam kamen wir dann auf dem Hof an, grade zum Mittagessen.Was es gab weiß ich nicht mehr.

Dann durften wir Kinder, zwei warens, nämlich Hannchen und Kurt,spielen.

Die Beiden waren allerding um Einiges älter als ich und sie waren praktisch mein Onkel und Tante.

Kurt kramte aus einer Ecke eine wunderschöne hölzerne Kutsche mit zwei Pferden hervor. Die Pferde, es waren Schimmel mit langen weißen Mähnen und Schwänzen, hatten Räder an den Hufen und komplettes Geschirr aufgezogen und man konnte sie richtig anspannen. Dieses Fuhrwerk beschlagnahmte ich für mich. Nur einen Nachteil hatte es, bei einem Rad waren die hölzernen Speichen gebrochen.

Weil ich nun diese Kutsche so schön fand, schenkte sie Kurt mir. Er meinte, er ist schon zu alt, um damit zu spielen. Eine größere Freude konnte er mir ja nicht machen. Das ich dieses schöne Spielzeug nicht mehr aus den Händen legte, versteht sich, glaube ich , von selbst.

Das mit dem kaputten Rad macht Opa schon wieder heil, gab ich zu verstehen (es ist nie repariert worden, Opa ist nie dazu gekommen).

Auf dem Rückweg, Onkel Georg hatte angespannt und so fuhren wir zum Bahnhof in Garding, hielt ich mein neues Spielzeug ganz fest in meinen Armen und tröstete mich auch so über die furchterregenden Ungeheuer der Kopfweiden hinweg.

Spät Abends kamen wir wieder in Schwesing an und wurden von Irgendwem vom Bahnhof Schwesing Nord abgeholt.

Da ereignete sich ein für mich prägender Vorfall.Wir waren grade einmal ein paar hundert Meter gefahren, als ein Dröhnen von Flugzeugmotoren plötzlich am Himmel ertönte und immer lauter wurde. Als dann plötzlich noch viele Leuchtfinger den Himmel erhellten, war meine kindliche Phantasie vollends erwacht und ich sah wieder überall Gespenster.

Ja, es war doch Krieg !

Ich machte mich so klein wie möglich und kroch fast in die Sitzbank rein.

„Stell di nich so an“, war alles, was ich von Oma zu hören kriegte.

 

Nun, diese Erlebnisse aus den Jahren 40/41 habe ich wie ihr seht, nicht mehr vergessen können.

Mein nächster Besuch in Welt war dann sechs Jahre später und nach dem Krieg.

Im Mai 47 sind wir von Flensburg nach Husum gezogen, um näher an den Großeltern in Schwesing zu sein, die uns so gut es eben ging unterstützten. Was in der damaligen Zeit für sie auch nicht so einfach war.

Teil 2.

Als Ältester von vier Geschwistern hatte ich mit elf Jahren schon eine gewisse Verantwortung, zum Lebensunterhalt beizutragen.

Also zog ich los um auf den Fennen in den Köögen Champignons zu sammeln, in der Feldmark Himbeeren und Brombeeren zu pflücken, später auch Fliederbeeren, aus denen wir Saft machten. Auch auf bereits abgeernteten Kartoffelfeldern den Acker noch einmal umzugraben um auch die letzten Kartoffeln dort rauszuholen.

Auch auf den abgeernteten Kornfeldern wurden von mir die letzten Ähren gesammelt, die ich zu meinen Großeltern brachte, um sie an ihre Hühner zu verfüttern.

Jo, und dann jeden Tag zum Hafen. Die Fischer kamen rein und löschten ihren Fang, meist Porrn und ich nahm , wie andere Leute auch, eine Hand voll Porrn aus den Körben, um sie gleich zu verzehren und Niemand hatte etwas dagegen. Mach das heute mal !!

Der Gammel, also der Beifang, dafür stand ein Anhänger am Kai zur Verfügung, wurde damals noch an die Fischmehlfabrik geliefert. Heute wird der Beifang sofort wieder zurück ins Meer gekippt.Die größeren Fische sammelte ich mir vom Hänger. Sie wurden ausgenommen, gesalzen und geräuchert oder auch gebraten.

Am Anfang bin ich mit den vorbereiteten Fischen zu Opa gefahren ,um sie zu räuchern. Er hatte nämlich eine Räuchertonne. Später habe ich mir so eine Tonne selber gebaut. Ein 200ltr.Fass vom Hafen aus der Schrottkiste nach Hause gerollt und mit einem alten Schraubendreher Deckel und Boden ausgehauen. Man, wat weer dat een Radau.

Von da an habe ich selbst geräuchert und die Fische haben verdammt gut geschmeckt.

 

Hunger hatten wir ja immer, blos, es gab nichts zu kaufen und das Geld, die Reichsmark, taugte nichts mehr, war nichts mehr wert.

So beschloß ich, doch einmal wieder nach Welt zu fahren, um unsere Verwandten zu besuchen. Natürlich immer mit dem Hintergedanken an leckeres Essen auf dem Bauernhof.

Gesagt-getan.

Die Welter waren ganz schön verdutzt, als ich dort alleine auftauchte. Naja, es war Sommer und ich hatte Ferien.

„Schlaapen musst du overs bi Kurt mit in Bett“sä Tante Frieda denn. Es war für mich kein Problem, wir haben uns schon vertragen. Kurt war ja einige Jahre älter als ich.Die oberen zwei Fenster gehörten zu Kurts Zimmer, das kärglich eingerichtet war. Ein Bett mit Strohmatratze, zwei alte Stühle und ein altes Sofa, das war alles. Eben eine sog. Knechtstube.

Zum Mittagessen gab es Grützwurst und Sirup. „Nu eet man düchtig“ meent Tante Frieda und ich ließ es mir nicht zweimal sagen und haute rein. Anschließend hielten alle Mittagsstunde, denn sie mussten ja früh aufstehen.

Draussen an der alten Eberesche( sie stand im Jahre 2005 bei meinem letzten Besuch noch) hing eine Schaukel an sehr langen Ketten. Es machte so richtig Spaß daran richtig hoch zu schaukeln. Ich schaukelte, bis mir auf einmal schlecht wurde und ich mich übergeben mußte. Mein Magen war dieses „gute“ Essen einfach nicht mehr gewohnt.

Dann strolchte ich durch die Ställe und rauf auf den Boden(Speicher) Ich legt mich ins Heu, es duftete so schön und bin dann eingeschlafen.

Aufgewacht bin ich durch das furchtbare Jucken und Brennen im Gesicht. Die Mücken hatten mich wohl als Milchkuh mit Beschlag gelegt und sich an meinem Blut gelabt. Und unter dem hohen Dach gab es sehr viele Mücken.

Als ich in die Küche kam, wo Tante Frieda Kaffee machte, schlug sie die Hände über den Kopf zusammen und rief:“ Wi sühst du denn ut, bis jo gornich wedder to erkennen“.

Mit einem Tuch voll Quark kühlte sie mir das Gesicht, bis ich wieder „normal“ aussah.

Am Nachmittag kamen dann auch Kurt und sein Vater, Onkel Georg, vom Feld. Ob ich Lust hätte baden zu gehen, wurde ich gefragt. „Wenn dat nich  to deep is“ sä ick. Denn schwimmen habe ich erst später in der Husumer Au, an der Mildstedter Landstrasse gelernt.

Nicht sehr weit vom Hof weg floß ein etwas breiterer Sielzug vorbei, in dem man gut baden konnte.

Naja, meinem verbeulten Gesicht hat das kühle Wasser sehr gut getan.

Nun lernte ich auch die ältere Tochter Hertha und ihren Mann Erich kennen. Sie wohnten und arbeiteten natürlich auch auf dem Hof. Etwa in Höhe der großen Esche stand damals noch ein größerer Schuppen für die Kutsche und andere landwirtschaftliche Geräte.

Da hatte Erich sich eine kleine Werkstatt eingerichtet. Was mich besonders faszinierte war die Drechselbank mit Fußantrieb, also kein elektr. Motor.

Hier stellte er zu der Zeit Spinnräder her. Dazu brauchte Erich ein Vorderrad vom Fahrrad und altes Holz für das Gestell. So drechselte er wunderschöne Ständer und Spindeln für das Spinnrad.

Als Hertha mir noch das Spinnen zeigte, war ich total begeistert und wollte auch so ein Ding haben.

Als ich nach drei Tagen satt und zufrieden wieder abreiste, versprach Erich mir auch ein Spinnrad zu bauen, wenn ich ihm ein Rad bringen würde.( soetwas konnte man zu der Zeit nicht irgendwo kaufen, das gab es einfach nicht).

Nun war es an mir, Opa ein altes Vorderrad von einem seiner alten Fahrräder abzuluchsen.

„Wat wullt du denn dormit?“ fragte Opa. „Erich vun Welt  buut mi dormit een Spinnrad“ antert ick. „Spinnrad?, wat wullt du denn dormit?“,“ Wull spinnen“ sä ick und dat Modder denn Strümp dorvun stricken wull, vertellte ick em.

“Und wo wullt du Wull herkriegn?“. Dann erzählte ich Opa denn von den Stacheldrahtzäunen in den Köögen, an denen  Schafe sich die Wolle ausrissen, wenn sie daran vorbei liefen. Die Wolle flatterte da im Wind wie Fahnen.

Und siehe da, er holte mir ein altes, aber noch brauchbares Rad vom Boden.

 

Voll Stolz brachte ich das Rad einige Tage später zu Erich nach Welt. Er meinte dann , das es 20 Reichsmark kostet und er mir eine Karte schickt, wenn das Spinnrad fertig ist und ich es dann abholen könne.

Am gleichen Tag bin ich dann noch zurück gefahren.

Ja, so war es damals. Karte schicken mit der Post. Kein PC, keine E Mail schreiben können, keine SMS schreiben, ja, nicht einmal Telefon gab es gab es bei uns. Wir hatten auf dem Dorf ja noch nicht einmal elektrischen Strom.

In der Zwischenzeit waren nun meine Schwester Erika und ich in den Köögen unterwegs und pflückten Schafwolle vom Stacheldraht von den Zäunen.

Bis dann endlich die erwartete Karte von Erich kam, hatten wir schon einen großen Sack voll Schafwolle gesammelt und waren dabei, die Wolle zu kämmen, um dann später spinnen zu können.

Die Wolle stank fürchterlich und sie wurde ja erst gewaschen, wenn sie zu Garn gesponnen war.

Nach einiger Zeit, wie zu erwarten, kam die Karte von Erich. Nun hatte das Warten ein Ende und ich fuhr wieder einmal nach Welt, um das Spinnrad abzuholen.

Schön sah es aus und es lief auch sehr gut, Erich hatte gut Arbeit gemacht. Ich bezahlte den Preis und machte mich auch gleich auf den Heimweg. Natürlich nicht , ohne mich von den „Weltern“ zu verabschieden und mich noch einmal für alles zu bedanken.

Ja, es war dann auch tatsächlich das letzte Mal, dass ich sie alle „lebend“ gesehen habe.

Zu Hause habe ich dann fleißig gesponnen und Mutter hat das Garn zu Strümpfen und Leibwäsche verarbeitet. Auch das hat sehr zu unserem kargen Lebensunterhalt beigetragen.

 

Teil 3.

Dieser Abschnitt ist an sich schnell erzählt. Im Jahre 2005 beschlossen mein Bruder Jünne (Hans Jürgen) und ich nach Eiderstedt zu fahren, um zu sehen, wie es denn „Heute“ dort aussieht, ob ich überhaupt den Haubarg wiederfinden und erkennen würde.

Ich habe nach diesen vielen Jahren den Hof sofort erkannt. Das Auto habe ich am Weg stehen lassen und wir sind zu Fuß die zweihundert Meter zum Hof rauf gegangen.

Es hatte sich doch sehr viel verändert. Die Remise, in der Erichs Werkstatt war gab es nicht mehr und der Hof wurde auch landwirtschaftlich nicht mehr genutzt, sondern hier residierte nun eine Filmfirma.

Äusserlich durfte auch nichts verändert werden, da das Gebäude unter Denkmalschutz steht.Auf dem Bild betreten wir zwei die Firma.

Aber etwas stand noch, und zwar die alte große Esche, an der die lange Schaukel hing.

Anschließend waren wir noch auf dem Welter Friedhof, um nach den Gräbern unserer Verwandten zu sehen. Hier sind noch die Bilder

Nun, wir/ich sind nie wieder dort gewesen, haben aber diese wunderbaren Erinnerungen daran.

 

Copyright bei dem Autor Karl Heinz Böttcher.

 

ERINNERUNGEN.

 

Meine Erinnerungen an Welt.

Ab einem gewissen Alter beginnen die Erinnerungen an die Kinder- und Jugendzeit immer intensiver zu werden und manches sieht man dann auch durch eine rosa Brille.

So auch meine Erinnerungen an Welt, ein kleines Dorf im Südwesten Eiderstedts, ca 3km südlich von Garding.

Hier lebte auf einem sog. Haubarg, ein großes Haus mit hohem Rehtdach, Mensch und Vieh unter einem Dach. Haubarge gibt es nur auf Eiderstedt und der bekannteste ist der „Rote Haubarg“mit seiner saagenumwobenen Geschichte.

Der Haubarg, den mein Urgroßvater bewirtschaftete, war der „Tetenshaubarg“, am Rande von Welt, an der Straße nach Garding.

Zu „meiner“ Zeit wurde er aber schon von seinem Sohn Georg und seiner Frau Frieda bewirtschaftet.

Nun zu meinen ersten Erinnerungen eines Besuchs in Garding und Welt.

Sie begannen damit, dass meine Großeltern, bei denen ich aufgewachsen bin, sich über einen Besuch in Welt unterhielten. Mit fünf Jahren bekommt man ja noch nicht so viel mit. Jedenfalls aber soviel, dass es ums Verreisen ging.

Es muss schon einen wichtigen Grund gegeben haben, weil auch Opa mitfahren wollte, was eigentlich ungewöhnlich war. Denn mein Opa war selbstständiger Malermeister und Fleischbeschauer in unserem kleinen Dorf und hatte immer viel zu tun.

Jo, und dann eines Tages ging es los. Ich wurde fein angezogen, mit dem sog. Schapptüch, das man nicht jeden Tag trug. Denn zu Fuß zum Bahnhof Schwesing Nord (den gab es zu der Zeit ja noch)Unterwegs trafen wir einen alten Bauern aus dem Dorf.“ Na, schöt jemm verreisen?“frogt he mi, „Jo, na Hamburg, na min Uropa“sä ick. „nee“, seggt Oma „Na Garding“.

Jo, da war es wieder, diese verdammten Verwechslungen. Ich konnte damals verschiedene Sachen einfach nicht auseinander halten. Hier war es Opa Hamburg und Opa Garding. Später in der Schule war es mein Geburtstag und Geburt. Und dann ab nach Husum Hauptbahnhof. Da mussten wir umsteigen in den Zug nach Garding/St.Peter.

Zu der Zeit lebte mein Urgroßvater schon sozusagen „auf Abnehm“ bei seiner Tochter Bina (Bina war eine Schwester von Opa)und ihrem Mann Wilhelm Grehm in Garding.(auf Abnehm lebten die alten Bauern, wenn sie ihren Hof an den Nachfolger abgegeben haben und dort ihre „alten Tage“ verlebten).Das Bild zeigt Opa Jacob Hinrichs vor dem Haus seines Sohnes Heinrich zu dessen Geburtstag am 7.3.37 in Schwesing, auf seinem Arm der Autor mit knapp einem Jahr.

Seine Frau Ernestine Auguste, geb. Hogrefe, meine Urgroßmutter, ist schon am 4.5. 1930 gestorben. Sie stammte aus Oldenswort und war die Tochter von Schmiedemeister Peter Hans Hogref(f)e und seiner Frau Kathrina Maria geb. Richter.

So wurde ja auch mein Großvater in Oldenswort geboren. Oma war eine geb. Hartwich und stammte aus Hamburg.

So, das dazu .

Bina und Willem besaßen ein kleines Haus in einer Nebenstr. in Garding nicht weit vom Zentrum weg und dort haben wir dann auch übernachtet. Und zwar hinter dem Fenster im Giebel war ein kleines Zimmerchen, mit nur einem Bett. Oma und ich in einem Bett, furchtbar.

Noch heute sehe ich vor meinem geistigen Auge, wie man so schön sagt, Uropa Jacob in seinem für mich damals , großen Lehnstuhl sitzen. In seiner Hand die ca 1Meter lange Pfeife mit dem weißen Porzellankopf.

Der Pfeifenkopf war mit Malerei verziert. An der Wand beim Ofen war eine Hakenleiste angebracht, an der noch mehr Pfeifen an ihrer Kordel hingen.

Angezündet hat Uropa seine Pfeife mit einem Holzspan, den er im Ofen entzündete.

Wenn ich nun recht recherchiert habe, war es der 80. Geburtstag von Opa Garding, wie ich ihn nannte.(er war 1861 geboren und es muß am 29.03. 1941 gewesen sein, ich war also schon 5 Jahre alt).

Endlich gab es dann Kaffee. Ich erinnere mich noch genau an die vielen Menschen in der kleinen Stube, von denen ich ja kaum Jemanden kannte.

Ich wurde mit noch anderen Kindern in den Vorraum der Küche platziert. Dort saßen wir an einem kleinen Tisch und auf Holzbänken und jeder bekam seinen Kuchen auf den Teller. Dazu gab es Milch.

Während dessen die Torten in der Stube die Runden machten, hatten wir Kinder nur een Stück Platkok kregen. Wir durften auch nicht um ein Stück Kuchen nachfragen, die Erwachsenen nannten es betteln, nein, wir mußten warten, bis wir gefragt wurden, ob wir noch ein Stückchen haben wollten.

Jo, so war eben unsere Erziehung damals und nebenbei bemerkt, wir kannten es ja auch nicht anders.

Jo, und dann bin ich ausgebüxt, nachdem ich mir den schönen Garten von Onkel Wilhelm und Tante Bina angesehen hatte. Durch die Pforte und weg auf die Straße.

Ich glaube, ich muß da was einwenden. Denn irgendetwas stimmt in meinen Erinnerungen nicht. Denn im April ist noch nichts im Garten. Also spielt mir der Verwechselungsteufel mal wieder einen Streich und dieser Besuch war vvlt. zu Uropas Beerdigung, irgendwann im Sommer.

Nicht allzu weit weg standen vor einer offenen Tür Kisten mit Gemüse, Kohl und Kartoffeln. Da war auch eine dicke grüne Ranke um die Ladentür und unter den Blättern lugten Weintrauben hervor, die ich ja nun garnicht kannte. Probieren kannste die unreifen Dinger ja mal, dachte ich so bei mir und langte hin, mir eine zu stiebitzen. Aber da hatte ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn der war so schnell draußen, schimpfte und jagte mich weg. Ich hatte mich ja wohl zu lange für diese Früchte interessiert. Dabei hätte ich sie doch so gerne mal probiert.

Und Weintrauben kaufen? Neee, viel zu teuer. Du hest doch Appeln genoch bit Huus. Dat mutt langen.

Am anderen Tag sind wir dann nach Welt, zu Fuss die gut drei Kilometer hin zum Hof von Tante Frieda und Onkel Georg, Opas jüngsten Bruder, der ja den Hof/Haubarg von seinem Vater Jacob Hinrichs übernommen hatte.

Der Weg war ein Sand/Schotterweg mit Gras bewachsenen Rändern die bis in den mit Wasser gefüllten Graben reichte. Auf der Fennenseite(Wiesen) standen Kopfweiden, die für mich immer zum Fürchten waren. Weil, im Dunkeln sah ich darin immer Gespenster. Sie waren/sind ja auch unheimlich anzusehen, jüs in,ne Schummeertiid.So richti markt heff ick dat op de Rückwech, as dat düster weer. Overs allns de Reeg na.

„Loop hier an,ne Kant in Gras und mok din Schoh nich so schieddig“ sä Oma all Nääs lang. Sie meinte damit, ich dürfte nicht mit schmutzigen Schuhen ankommen. Auch durfte ich nicht mit zufällig dort liegenden Steinen Fußball spielen, weil die Schuhe dann staubig würden. Aber es machte doch so viel Spaß, wenn die Steine in den Wassergraben platschten.

Als ich es dann mit der Hand machte hieß es dann:“Schmiet nich so veel Stehn in,ne Groof“.Egol wat ick dä, allns weer verkehrt.

Jo, so bi lütten, ja, langsam kamen wir dann auf dem Hof an, grade zum Mittagessen.Was es gab weiß ich nicht mehr.

Dann durften wir Kinder, zwei warens, nämlich Hannchen und Kurt,spielen.

Die Beiden waren allerding um Einiges älter als ich und sie waren praktisch mein Onkel und Tante.

Kurt kramte aus einer Ecke eine wunderschöne hölzerne Kutsche mit zwei Pferden hervor. Die Pferde, es waren Schimmel mit langen weißen Mähnen und Schwänzen, hatten Räder an den Hufen und komplettes Geschirr aufgezogen und man konnte sie richtig anspannen. Dieses Fuhrwerk beschlagnahmte ich für mich. Nur einen Nachteil hatte es, bei einem Rad waren die hölzernen Speichen gebrochen.

Weil ich nun diese Kutsche so schön fand, schenkte sie Kurt mir. Er meinte, er ist schon zu alt, um damit zu spielen. Eine größere Freude konnte er mir ja nicht machen. Das ich dieses schöne Spielzeug nicht mehr aus den Händen legte, versteht sich, glaube ich , von selbst.

Das mit dem kaputten Rad macht Opa schon wieder heil, gab ich zu verstehen (es ist nie repariert worden, Opa ist nie dazu gekommen).

Auf dem Rückweg, Onkel Georg hatte angespannt und so fuhren wir zum Bahnhof in Garding, hielt ich mein neues Spielzeug ganz fest in meinen Armen und tröstete mich auch so über die furchterregenden Ungeheuer der Kopfweiden hinweg.

Spät Abends kamen wir wieder in Schwesing an und wurden von Irgendwem vom Bahnhof Schwesing Nord abgeholt.

Da ereignete sich ein für mich prägender Vorfall.Wir waren grade einmal ein paar hundert Meter gefahren, als ein Dröhnen von Flugzeugmotoren plötzlich am Himmel ertönte und immer lauter wurde. Als dann plötzlich noch viele Leuchtfinger den Himmel erhellten, war meine kindliche Phantasie vollends erwacht und ich sah wieder überall Gespenster.

Ja, es war doch Krieg !

Ich machte mich so klein wie möglich und kroch fast in die Sitzbank rein.

„Stell di nich so an“, war alles, was ich von Oma zu hören kriegte.

 

Nun, diese Erlebnisse aus den Jahren 40/41 habe ich wie ihr seht, nicht mehr vergessen können.

Mein nächster Besuch in Welt war dann sechs Jahre später und nach dem Krieg.

Im Mai 47 sind wir von Flensburg nach Husum gezogen, um näher an den Großeltern in Schwesing zu sein, die uns so gut es eben ging unterstützten. Was in der damaligen Zeit für sie auch nicht so einfach war.

Teil 2.

Als Ältester von vier Geschwistern hatte ich mit elf Jahren schon eine gewisse Verantwortung, zum Lebensunterhalt beizutragen.

Also zog ich los um auf den Fennen in den Köögen Champignons zu sammeln, in der Feldmark Himbeeren und Brombeeren zu pflücken, später auch Fliederbeeren, aus denen wir Saft machten. Auch auf bereits abgeernteten Kartoffelfeldern den Acker noch einmal umzugraben um auch die letzten Kartoffeln dort rauszuholen.

Auch auf den abgeernteten Kornfeldern wurden von mir die letzten Ähren gesammelt, die ich zu meinen Großeltern brachte, um sie an ihre Hühner zu verfüttern.

Jo, und dann jeden Tag zum Hafen. Die Fischer kamen rein und löschten ihren Fang, meist Porrn und ich nahm , wie andere Leute auch, eine Hand voll Porrn aus den Körben, um sie gleich zu verzehren und Niemand hatte etwas dagegen. Mach das heute mal !!

Der Gammel, also der Beifang, dafür stand ein Anhänger am Kai zur Verfügung, wurde damals noch an die Fischmehlfabrik geliefert. Heute wird der Beifang sofort wieder zurück ins Meer gekippt.Die größeren Fische sammelte ich mir vom Hänger. Sie wurden ausgenommen, gesalzen und geräuchert oder auch gebraten.

Am Anfang bin ich mit den vorbereiteten Fischen zu Opa gefahren ,um sie zu räuchern. Er hatte nämlich eine Räuchertonne. Später habe ich mir so eine Tonne selber gebaut. Ein 200ltr.Fass vom Hafen aus der Schrottkiste nach Hause gerollt und mit einem alten Schraubendreher Deckel und Boden ausgehauen. Man, wat weer dat een Radau.

Von da an habe ich selbst geräuchert und die Fische haben verdammt gut geschmeckt.

 

Hunger hatten wir ja immer, blos, es gab nichts zu kaufen und das Geld, die Reichsmark, taugte nichts mehr, war nichts mehr wert.

So beschloß ich, doch einmal wieder nach Welt zu fahren, um unsere Verwandten zu besuchen. Natürlich immer mit dem Hintergedanken an leckeres Essen auf dem Bauernhof.

Gesagt-getan.

Die Welter waren ganz schön verdutzt, als ich dort alleine auftauchte. Naja, es war Sommer und ich hatte Ferien.

„Schlaapen musst du overs bi Kurt mit in Bett“sä Tante Frieda denn. Es war für mich kein Problem, wir haben uns schon vertragen. Kurt war ja einige Jahre älter als ich.Die oberen zwei Fenster gehörten zu Kurts Zimmer, das kärglich eingerichtet war. Ein Bett mit Strohmatratze, zwei alte Stühle und ein altes Sofa, das war alles. Eben eine sog. Knechtstube.

Zum Mittagessen gab es Grützwurst und Sirup. „Nu eet man düchtig“ meent Tante Frieda und ich ließ es mir nicht zweimal sagen und haute rein. Anschließend hielten alle Mittagsstunde, denn sie mussten ja früh aufstehen.

Draussen an der alten Eberesche( sie stand im Jahre 2005 bei meinem letzten Besuch noch) hing eine Schaukel an sehr langen Ketten. Es machte so richtig Spaß daran richtig hoch zu schaukeln. Ich schaukelte, bis mir auf einmal schlecht wurde und ich mich übergeben mußte. Mein Magen war dieses „gute“ Essen einfach nicht mehr gewohnt.

Dann strolchte ich durch die Ställe und rauf auf den Boden(Speicher) Ich legt mich ins Heu, es duftete so schön und bin dann eingeschlafen.

Aufgewacht bin ich durch das furchtbare Jucken und Brennen im Gesicht. Die Mücken hatten mich wohl als Milchkuh mit Beschlag gelegt und sich an meinem Blut gelabt. Und unter dem hohen Dach gab es sehr viele Mücken.

Als ich in die Küche kam, wo Tante Frieda Kaffee machte, schlug sie die Hände über den Kopf zusammen und rief:“ Wi sühst du denn ut, bis jo gornich wedder to erkennen“.

Mit einem Tuch voll Quark kühlte sie mir das Gesicht, bis ich wieder „normal“ aussah.

Am Nachmittag kamen dann auch Kurt und sein Vater, Onkel Georg, vom Feld. Ob ich Lust hätte baden zu gehen, wurde ich gefragt. „Wenn dat nich  to deep is“ sä ick. Denn schwimmen habe ich erst später in der Husumer Au, an der Mildstedter Landstrasse gelernt.

Nicht sehr weit vom Hof weg floß ein etwas breiterer Sielzug vorbei, in dem man gut baden konnte.

Naja, meinem verbeulten Gesicht hat das kühle Wasser sehr gut getan.

Nun lernte ich auch die ältere Tochter Hertha und ihren Mann Erich kennen. Sie wohnten und arbeiteten natürlich auch auf dem Hof. Etwa in Höhe der großen Esche stand damals noch ein größerer Schuppen für die Kutsche und andere landwirtschaftliche Geräte.

Da hatte Erich sich eine kleine Werkstatt eingerichtet. Was mich besonders faszinierte war die Drechselbank mit Fußantrieb, also kein elektr. Motor.

Hier stellte er zu der Zeit Spinnräder her. Dazu brauchte Erich ein Vorderrad vom Fahrrad und altes Holz für das Gestell. So drechselte er wunderschöne Ständer und Spindeln für das Spinnrad.

Als Hertha mir noch das Spinnen zeigte, war ich total begeistert und wollte auch so ein Ding haben.

Als ich nach drei Tagen satt und zufrieden wieder abreiste, versprach Erich mir auch ein Spinnrad zu bauen, wenn ich ihm ein Rad bringen würde.( soetwas konnte man zu der Zeit nicht irgendwo kaufen, das gab es einfach nicht).

Nun war es an mir, Opa ein altes Vorderrad von einem seiner alten Fahrräder abzuluchsen.

„Wat wullt du denn dormit?“ fragte Opa. „Erich vun Welt  buut mi dormit een Spinnrad“ antert ick. „Spinnrad?, wat wullt du denn dormit?“,“ Wull spinnen“ sä ick und dat Modder denn Strümp dorvun stricken wull, vertellte ick em.

“Und wo wullt du Wull herkriegn?“. Dann erzählte ich Opa denn von den Stacheldrahtzäunen in den Köögen, an denen  Schafe sich die Wolle ausrissen, wenn sie daran vorbei liefen. Die Wolle flatterte da im Wind wie Fahnen.

Und siehe da, er holte mir ein altes, aber noch brauchbares Rad vom Boden.

 

Voll Stolz brachte ich das Rad einige Tage später zu Erich nach Welt. Er meinte dann , das es 20 Reichsmark kostet und er mir eine Karte schickt, wenn das Spinnrad fertig ist und ich es dann abholen könne.

Am gleichen Tag bin ich dann noch zurück gefahren.

Ja, so war es damals. Karte schicken mit der Post. Kein PC, keine E Mail schreiben können, keine SMS schreiben, ja, nicht einmal Telefon gab es gab es bei uns. Wir hatten auf dem Dorf ja noch nicht einmal elektrischen Strom.

In der Zwischenzeit waren nun meine Schwester Erika und ich in den Köögen unterwegs und pflückten Schafwolle vom Stacheldraht von den Zäunen.

Bis dann endlich die erwartete Karte von Erich kam, hatten wir schon einen großen Sack voll Schafwolle gesammelt und waren dabei, die Wolle zu kämmen, um dann später spinnen zu können.

Die Wolle stank fürchterlich und sie wurde ja erst gewaschen, wenn sie zu Garn gesponnen war.

Nach einiger Zeit, wie zu erwarten, kam die Karte von Erich. Nun hatte das Warten ein Ende und ich fuhr wieder einmal nach Welt, um das Spinnrad abzuholen.

Schön sah es aus und es lief auch sehr gut, Erich hatte gut Arbeit gemacht. Ich bezahlte den Preis und machte mich auch gleich auf den Heimweg. Natürlich nicht , ohne mich von den „Weltern“ zu verabschieden und mich noch einmal für alles zu bedanken.

Ja, es war dann auch tatsächlich das letzte Mal, dass ich sie alle „lebend“ gesehen habe.

Zu Hause habe ich dann fleißig gesponnen und Mutter hat das Garn zu Strümpfen und Leibwäsche verarbeitet. Auch das hat sehr zu unserem kargen Lebensunterhalt beigetragen.

 

Teil 3.

Dieser Abschnitt ist an sich schnell erzählt. Im Jahre 2005 beschlossen mein Bruder Jünne (Hans Jürgen) und ich nach Eiderstedt zu fahren, um zu sehen, wie es denn „Heute“ dort aussieht, ob ich überhaupt den Haubarg wiederfinden und erkennen würde.

Ich habe nach diesen vielen Jahren den Hof sofort erkannt. Das Auto habe ich am Weg stehen lassen und wir sind zu Fuß die zweihundert Meter zum Hof rauf gegangen.

Es hatte sich doch sehr viel verändert. Die Remise, in der Erichs Werkstatt war gab es nicht mehr und der Hof wurde auch landwirtschaftlich nicht mehr genutzt, sondern hier residierte nun eine Filmfirma.

Äusserlich durfte auch nichts verändert werden, da das Gebäude unter Denkmalschutz steht.Auf dem Bild betreten wir zwei die Firma.

Aber etwas stand noch, und zwar die alte große Esche, an der die lange Schaukel hing.

Anschließend waren wir noch auf dem Welter Friedhof, um nach den Gräbern unserer Verwandten zu sehen. Hier sind noch die Bilder

Nun, wir/ich sind nie wieder dort gewesen, haben aber diese wunderbaren Erinnerungen daran.

 

Copyright bei dem Autor Karl Heinz Böttcher.

 

 

Memories are made of this!!

Memories are made of this!!

 

 

 

Es ist über dieses Thema schon soo viel geschrieben worden und damit will auch ich meinen Senf noch dazugeben.

Warum grade jetzt ?

Auslöser dafür ist die sog. Forschungsarbeit der drei jungen Damen von der Otto Hahn Schule in Geesthacht über den Besuch und die gehaltene Rede von Karl Dönitz.

Das er , Dönitz , von dem späteren Ministerpräsidenten Uwe Barschel eingeladen wurde , ist auch für mich neu.

Das aber die „Rede“ , die er 1963 hielt, einen „Skandal“ auslöste , daran erinnere ich mich noch.

Neu für mich ist aber nicht die Verunglimpfung  A L L E R  U – Bootfahrer, die nach der heutigen Meinung der überwiegenden Menge der Menschen in diesem Lande , alle Nazis waren , und damit den größten Teil der Marine und der U Bootfahrer  Unrecht antun und das Andenken beschmutzen.

Menschen , die pauschal negativ über die Marine als solches, speziell aber über die U Bootfahrer äussern , sollten sich zuerst aber einmal schlau machen. Aber nicht durch die üblichen Phrasen der „großen“ Blätter.

 

Hiermit distanziere ich mich vehement vom Nazitum, auch bin ich kein Kriegsverherrlicher, wie viele Schriftsteller , die sich zu diesem Thema äussern , genannt werden.

So auch ein sehr bekannter Schriftsteller , dem „schwülstige“ Schreibweise nachgesagt wird.

 

Wenn nicht er , wer sonst sollte die Vorgänge auf einem U Boot beschreiben können, der selbst 7 Feindfahrten, als Kriegsberichterstatter und – maler. mitgemacht hatte.

Als Kriegsmaler war er damals schon sehr bekannt und auch weiß Gott kein Nazi. Dönitz hat er lebensgroß gemalt und im damaligen „Haus der Deutschen Kunst“ in München ausgestellt.

1944 wurde er nach Berlin befohlen, um auch Göbbels ebenso zu malen. Durch die beginnende Invasion hat es sich aber zerschlagen.

Um der zwangsweisen Einbeziehung zur Wehrmacht zu entgehen , meldete B sich freiwillg zur Marine. So konnte er sich wenigstens aussuchen , wohin  und wo er seinen „ Kriegsdienst“ ableisten konnte.

So einen Mann als schwülstigen Schreiberling zu bezeichnen , wie ich es in einem sog. U Boot Forum gelesen habe, grenzt an Unverschämtheit. Denn er sollte erst einmal dahin riechen , wo B hingeschissen hat ,wie man so schön sagt.

 

Karl Dönitz, (für die ganz jungen Leute unter euch , damals Großadmiral und Oberbefehlshaber der U Bootwaffe) war am Anfang auch kein Nazi er hat sich jedenfalls als solcher nicht öffentlich bezeichnet. Erst so 43 lief er mit dem sog. Spiegelei (Parteiabzeichen)rum.

Sehr viele U Boot Fahrer waren damals entsetzt , als sie es sahen, war er bis dahin doch ein Idol der U Boot Fahrer gewesen.

Auch trug Dönitz nicht allein die Schuld am U Boot Desaster.Eine gehörige Portion davon trugen auch die Beamten , die mit der Entwicklung dieser Waffe zu tun hatten. Die Arroganz dieser Leute verhinderte z.B. die schnelle Entwicklung der sog. Walterboote, die Weiterentwicklung der großen sog. E Boote der XXI Serie.

Und ganz verheerend war die Weiterforschung des Radars, denn in ihrer Arroganz waren sie der Überzeugung , jenseits der Dezimeterwelle gäbe keine Möglichkeiten mehr, waren sie doch der Überzeugung, wir , die Deutschen, wären zu der Zeit, führend auf dem Gebiet.

Welch ein verheerender Irrtum.

 

Das Dönitz trotzdem immer wieder all diese jungen Leute in den sichren Tod schickte, denn er als OB hatte die Verantwortung dafür , wird ihm mit Recht angelastet. Doch auch er stand zwischen zwei Feuern. Einerseits verlangte der „ Gröfaz“(größter Feldherr alles Zeiten ) Einsatz bis zu Letzten , sogar als Kamikaze, andererseits wollte er zu seinen Leuten stehen.

Dann machte Dönitz aber eine furchtbare Aussage .“ Wenn ich vom Führer (Gröfaz) komme, fühle ich mich immer als kleines Würstchen“!! Zitat aus „ Die Festung „ von L.G. Buchheim. Bis Heute verstehe ich diese Leute nicht. Die waren doch nicht dumm. Sie MUSSTEN doch sehen , wohin die Karre lief. Doch waren sie alle , bis auf wenige Ausnahmen, so verblendet ?? Oder wollten sie es einfach nicht sehen, dass das Schiff in den Abgrund steuerte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Gedanken sind frei !

Die Gedanken sind frei
…………….sagt man doch immer so. Doch so ist es nicht immer. Sie schwirren dir im Kopf rum und lassen sich dann meistens nicht bändigen. Vor allem dann , wenn du schlafen willst, schlagen sie die skurrilsten Purzelbäume , und du kommst von Höckschen auf Stöckschen.
Angefangen vom Tagesgeschehen , über die Woche , Monat u.s.w u.s.w.
Irgendwann landest du dann tatsächlich , und das immer öfter , in deiner Kinder-Jugendzeit. Vergleichst deine Zeit mit der , der heutigen Kinder und Jugendlichen.
Jo, wenn ich mir vorstelle , sie sollten , wie wir damals , ohne Strom und elektrisch Licht auskommen………….kein Radio , kein Fernsehen ,kein Kühlschrank, kein elektr. Bügeleisen und kein Wasser aus Wand, keine Zentralheizung , sondern Herd bzw Ofenheizung.
Geheizt wurde mit Torf (Klühn) und Holz , Busch und selten Briketts.
Mit 8 Jahren musste ich mit Torf stechen ,den Klühn zum Trocknen aufschichten, später auf einen Handkarren (Bollerwagen) laden und ca 3km nach Hause fahren.
Busch hacken , mit dem Beil Äste in kleine Stücke hacken und aufschichten zum Trocknen .Und ?Oft hat es sogar Spaß gemacht, die Erwachsenen haben uns/mich gebraucht und du warst plötzlich gleichwertig !
Baden ?? oder etwa sogar Duschen ??……..Zinkbadewanne , stundenlang warm Wasser machen und das alles aus dem 60m entfernten Brunnen holen.
Ausguß ? Abwasserleitung ?.neee……..Plumsklo !!
Einkaufen mit Auto ??… 2 km zu Fuß, alles schleppen , genau wie Brot vom Bäcker holen , frisch aus der Backstube !!!
Lebensmittel gab es nur , wenn man auch Tüten oder andere Behältnisse mitbrachte. Milch holten wir in der Milchkanne, manchmal auch vom Bauern direkt. Und wehe dir , du bist gestolpert oder sogar gefallen und die Kanne leer gelaufen , dann gab es was hinten drauf!!
Mit Bus zur Schule , schön bequem ? Neee , zu Fuß bei Wind und Wetter, in Holzschuhen und sobald es etwas warm wurde , platt barfuß.
Leute ihr wärt heillos aufgeschmissen , z.B. ohne Telefon/Handy. Telefonieren konnten wir nur in Postnebenstelle im Dorf!
Wir bauten uns eigene Telefonanlagen aus dünnem Kupferdraht , den wir aus den abgestellten , halb zerstörten ,Jägern auf dem Scheinflugplatz holten und alten Konservendosen.
Wir Kinder haben uns noch direkt unterhalten, direkt miteinander gesprochen , ohne Knopf im Ohr und ständiger akustischer Berieselung.

Jo, solche Gedanken beschäftigen mich in der Nacht.

Lange Weile kannte ich nicht und Zeit hatte ich auch nie , grade mal soviel , um schnell meine Schularbeiten zu erledigen. Zum Rechnen musste ich noch meinen Kopf und nicht den elektronischen Rechner benutzen. Bücher musste ich noch selbst lesen und verstehen lernen und nicht über Kopfhörer aufnehmen.
Beneide ich die Kinder und Jugendlichen Heute , ob ihrer technischen Möglichkeiten und ihren vielen elektronischen Hilfsmitteln? Naja, einmal davon abgesehen ,dass wir solches zu jener Zeit ja gar nicht kannten, war das , was es gab für uns ja unerschwinglich.
Ausserdem hatten wir mit uns und UNSEREN Möglichkeiten damals mehr als genug zu tun.

Aus diesen Gründen war meine Kindheit mehr als nur schön.
Meine Jugendzeit dann aber geprägt von Mangel , frühes Verantwortungsbewusstsein und Arbeit.
Doch was Heute alles geboten wird, und Heute erschwinglich ist,……………..so ein ganz kleines bischen wäre doch vielleicht ganz schön gewesen……………..
Gut , dass wir es nicht kannten!!

Nunja, Gedanken , Wissen ……………….wo bleiben sie, bleibt es wenn wir gehen ? Ein Leben lang haben

„Unsere“ Vögel.

Gestern die Mönchsgrasmücke wiedereinmal gesehen und Heute auch mal wieder den Zaunkönig. Erwische ich die mal mit der Kamera, gibt es auch Bilder.

Gierige Politiker/innen.

Niedersachsen
Weil kündigt Neuwahl für 15. Oktober an (S.P.O.N.)
Na, dann nimm mal schon Deinen Hut. Denn bis dahin haben die Schwarz-gelben Dir soviel Dreck an die Füße geklebt, den Du selbst mit 200 Jahren nicht anhäufen kannst. Denn nun wird ja auch hier, wie bei den Amis, mit derart viel Dreck geworfen und die Menschen glauben auch noch, was diese Schmiefinken verbreiten, das ist ja das Schlimme.
Ich weiß noch von früher, als die Menschen hier noch Politik interessiert waren und sagten, hier bei uns wird es nie solch einen schmutzigen Wahlkampf geben.
Ich denke, wir haben die Amis, dank der Gier nach Geld und Macht,gesteuert vom Kapital, schon überholt.Ich schäme mich für unser Land.

5 Euro Tropische Zone.

die Unverschämtheiten der Deutschen Münzhändler.

Von der Kunst, Nordfriese zu sein

Quelle: Von der Kunst, Nordfriese zu sein

Yugoslavien

Aus der ganzen Welt hören wir Musik, aber nur sehr wenig aus dem ehemaligen Jugoslavien.

Nun möchte ich einmal eine Lanze für diese Musik brechen. Gewiß, nicht jeder mag sie. Trotzdem ist sie wunderschön und wer sie einmal gehört hat, vor allen Dingen in diesen Situationen, wird sie , wie auch ich, niemals vergessen.

Da ich damals sehr oft in diesem wunderschönen Land zu Gast war, habe ich die Musik/Gesänge dort lieben gelernt.

Man saß z.B. auf der Insel Lopud auf der Terrasse unter vollen Weinreben, aß Fisch und trank den guten Wein und plötzlich betraten ein paar Einheimische den Ort, packten ihre Klampfen aus und begannen zu den Klängen ihrer Instrumente zu singen. Schöne Stimmen hatten diese Männer und sie sangen schöne Lieder.

Nach und nach gesellten sich noch einige Männer dazu. Es wurde unbeschreiblich schön.

Wieder zurück in der Heimat habe ich nach dieser Musik gesucht. Aber Niemand konnte mir helfen, denn ich hatte auch keine Bezeichnung dafür und PC,s gab noch nicht in dem Maße.

Ca fünfzig Jahre später habe ich erfahren, dass diese Musik als Klapa-Gesang bezeichnet wird (Klapa = Gruppe), nun hatte ich endlich gefunden, was ich solange gesucht hatte.

Jo, und nun höre ich sehr oft Klapa Gesang von:

Klapa Cambi

Klapa Sufit

Klapa Rispet

Klapa Intrade

u.s.w. , u.s.w. Sucht sie euch selbst in YouTube.

Brauchtum in Nordfriesland

Biikebrennen.

Jede Johr, to koole Wintertiid,

dor is dat Biikebrennen, inselwiit.

So een Spektaakl, dat hett jeder gern,

dorüm gohn se all mit Fackel und Latern

dörch de Dün,n und dörc h de Wischen,

de Umtoch dör de Nacht geneeten.

Een groote Holtfüüer ward anfacht,

in disse kohle Sylter Nacht.

 

 

Mit Grönkohl und krosse Schwiensbacken,

lett sik dat an,t Füüer bestens schnacken.

Bi lichen, lodern Flamm,n un Rauch

fiiert man disse ole friesische Brauch.

Mennig een fiiert de Nach denn noch wilder

Und he denkt bi sik, de spinn,n de Sylter.

Und weil de Biike so grootartig wor

Meld sik jeder gau an för,t anner Johr.

Autor: Josh Ma, übersetzt von K.H.Böttcher