Zum Inhalt springen

Wohnungsübergabe (5)

Genauso ist es, auch ich habe so oft schon eins in die Fresse bekommen, weil ich anderen Menschen geglaubt habe, was sie sagten. Nun bin ich zu dem Schluß gekommen, die Menschen sind schlecht………..alle !!!

torenia

… da will die Hexe also wirklich meine KINDER abzocken?!?!

Ich bin fassungslos.

.

Das ist bodenlos.

.

Ungeheuerlich.

.

Ich weiss ja, dass ich blauäugig bin und naiv.
Ich glaube jedem zunächst mal.
Und ich gehe niemals davon aus, dass ein Mensch einem anderen willentlich schaden möchte. NIE.

Umso mehr erschüttert mich dann sowas.

Wie können Menschen denn SO sein?!?!?!

Ursprünglichen Post anzeigen

Werbeanzeigen

Früher. Meine Zeit mit Elke.

Nun habe ich erst vom Tod meiner ersten Freundin erfahren. Seit ich hier im Netz unterwegs bin, habe ich sie auf diesem Wege gesucht. Durch einen Zufall habe ich bei FB eine frühere Nachbarin ihrer Familie gefunden, die mir dann von Elke erzählt hat.

Als Steuerberaterin hatte sie sich selbstständig gemacht in Husum. Ich habe sie eher in Kiel vermutet, weil dort ihre Schwester wohnte. Da Elke verheiratet war und einen anderen Namen hatte, war es natürlich auch schwer sie zu finden.

Ja, das Ganze ist nun schon über sechzig Jahre her, aber ihr Tod, schon im April 2015, hat mich doch betroffen gemacht.

heute, 19.02. Habe ich Weiteres erfahren müssen. Elke ist einsam, ganz alleine in ihrer Wohnung gestorben. Auch Kinder hatte sie keine und  das alles macht mich unheimlich traurig. Es gibt demnächst noch Bilder hier. Das ist Elke, geb. Brackert.Auf diesem Schiff, liebe Elke, hast Du Deinen letzten Weg angetreten.Und ich denke, auch ich werde so meinen letzten Weg gehen und vvlt. treffen wir uns wieder irgendwo.

 

Rückblick Jahreswechsel 1955/56.

die Feier bei Freunden hatte ich verlassen, aber noch keine Lust Heim zu gehen. So beschloß ich noch in unseren alten Schützenhof zu gehen, denn dort war Tanz und um diese Zeit brauchte man keinen Eintritt mehr zu bezahlen. Und es war noch richtig was los.

Durch den Haupteingang betrat ich den großen Schankraum und sah mich nach einem Sitzplatz um, es war noch alles ziemlich voll. Die Kellner in ihren weißen Jacken schleppten Tabletts voll mit Getränken in den Saal.

An einem kleinen Tisch in der Ecke saß ein junges Mädchen alleine und ich fragte, ob ich bei ihr Platz nehmen dürfe. „Gerne“ antwortete sie.

Ein wenig kamen wir ins Gespräch. Einer der Kellner kam an unseren Tisch und fragte nach meinen Wünschen und ich bestellte mir ein Bier. Dann sah ich sie fragend an und sagte dann zum Kellner “ Papa, darf ich noch ne Cola?“

Ja, es war Hans Brackert und sie seine Tochter Elke.Ich war einigermaßen platt. Sie war nicht so gekleidet, wie die vielen anderen Mädchen im Saal, nein, sie war eher konservativ gekleidet mir Rock und Bluse und eine weiße Strickjacke drüber. Ausserdem war sie auch keine gertenschlanke Person, nein, sie hatte noch so etwas wie Babyspeck um die Hüften. Aber sonst ein süßes sechzenjähriges Mädchen.

Ob sie gerne tanzen möchte, fragte ich sie. Ja, aber zuerst musste sie ihren Vater fragen. Mit seiner Erlaubnis gingen wir in den Saal. Elke, ich durfte sie nun so nennen, tanzte gut und sehr leicht.(Damals wurde noch geschlossen getanzt).

Elke war ein paar cm kleiner als ich und ich denke, wir waren ein schönes Paar.

nach einigen Tänzen winkte ihr Vater uns raus und meinte, es ist Zeit für den Heimweg. „Elke ist erst 16 Jahre alt“ sagte Hans. Ich fragte ihn dann ,ob ich sie begleiten dürfe. Ja, wenn ich möchte, ist kein Problem.

In der Lornsenstr. wohnte sie und wir hatten fast den gleichen Weg, denn ich wohnte damals im Osterende.Der Heimweg verlief relativ still.Beide waren wir doch noch sehr schüchtern und unsicher. Obwohl wir uns beim Tanzen doch im Arm hatten, vermieden wir doch jegliche Berührungen.

Vor ihrer Haustür verabschiedeten wir uns artig, ohne uns für die nächsten Tage zu verabreden.

Jo, damals ahnte ich ja noch nicht, dass genau ein Jahr später der Grundstein für unsere Trennung gelegt wurde.

 

Nun habe ich von Britta neue Bilder bekommen. Sie sind von 1956, unsere schönste und glücklichste Zeit. Elke und ich zu ihrem 17. Geburtstag. Ist sie nicht süß ?? die anderen zwei Bilder sind in Schobüll entstanden.

 

 

Langsame Entwicklung.

 

Die Brackerts besaßen ein kleines Einfamilienhaus in der oberen Lornsenstr. Hans Brackert war Stellmachermeister (also Handwerksmeister)und hatte eine Werkstatt in „Hinter dem Plan“ Damals schon brauchte man keine Kutschen und Pferdewagen aus Holz mehr. Bis auf ein paar kleine Repararturen hatte Hans auch nichts mehr zu tun. So verdiente er sein Geld nun mit kellnern und das meist im Schützenhof.

Elkes Mutter war eine gute Hausfrau und Mutter und Elke war so etwas wie ein Nachkömmling. Denn ihre Eltern waren schon etwas älter. Deshalb wurde Elke auch so gut behütet, vor allem von Hans, ihrem Vater und er bestand auch darauf, dass Elke spätestens 22 Uhr zu hause war.

Genau das Gegenteil war bei uns der Fall. Wir lebten in einer sog. Bruchbude auf dem Hinterhof im Osterende 109. Ohne Bad, ohne WC, denn das war über den Hof neben der Waschküche, nämlich noch ein sog. Plumsklo. Der Eigentümer dieses Hause war Hans Andresen und er handelte mit Fellen. Dementsprechend stank es auch öfter auf dem Hof.

Meine Mutter,ewig arbeitslos, versuchte uns vier Geschwister, alleinerziehend, so gut es eben  ging, durch zu bringen. Mein Einkommen als Ältester ging praktisch in unserem Haushalt auf und für mich selbst blieb fast nichts über.

Erwähnenswert ist dies, weil es erheblich mit zur Trennung von Elke beigetragen hat.

 

Zufällig trafen wir uns ein paar Tage nach Sylvester im Osterende, wir wollten beide „in die Stadt“ wie es damals genannt wurde. Es muß so verstanden werden : Zu der Zeit waren die TV-Besitzer noch sehr dünn verteilt und nicht nur die jungen Leute gingen „in die Stadt“.

Es war damals ein HIN und ein Her auf der Großstraße und Norderstr., zwischen Neustadt und Kuhsteig, immer hin und her. Vor den beiden Kinos, Central und Kammerlichtspiele war immer großes Gedränge, besonders am Wochenende.

Jo, Schaufenster und Leute kucken war wohl die Hauptsache. Aber auch im Schloßgarten spazieren gehen war in der Zeit angesagt und er war auch im Winter, wenn Schnee lag wunderschön.

Jedoch im Frühjahr, wenn die Krokusse blühten und den Schloßgarten in ein lila Blütenmeer tauchten, war es natürlich noch viel schöner.

Es vergingen Tage und Wochen, wir sahen uns nun so oft es ging, wenn Elke raus durfte. Sie ging ja noch zur Schule, zur Mittelschule in der Brinkmannstr.

Nun war auch die Winterzeit vorbei und ich bekam endlich wieder Arbeit. Karl Gutbier und Klaus Johannsen, beides Malerbetriebe, hatten eine Arbeitsgurppe für einen „Großauftrag“ in der Kaserne an der Flensburger Chaussee gegründet.

Der Verdienst war für die Zeit nicht schlecht und endlich konnte ich mir auch wieder etwas leisten. Mal gingen wir ins Kino, auch mal in ein Cafe, ab und zu auch zu Cafe Hartmann. Dort machte Ferry Langer am Flügel und sein Kollege mit der Geige Cafemusik zu der wir dann auch tanzten.

Auch im Cafe Hoyer, in der Norderstr. waren wir dann öfter.

Aber als es dann wärmer wurde sind wir viel mit dem Fahrrad in der Umgebung unterwegs gewesen, auch öfter in Schobüll, wo auch die beiden Bilder entstanden sind.

Eine alte 6×9 Agfabox war meine Kamera, also eher ein Knipskasten.

In meinem Lieblingswald, Immenstedtholz, waren wir ein paar mal. Grade im Frühling war es dort besonders schön, wenn die vielen Primeln und die Maiglöckchen blühten. Das erste ganz hellgrüne Buchengrün leuchtete durch den lichten Buchenwald. Das braune Laub des vergangenen Jahres raschelte unter unseren Füßen und man hatte das Gefühl, in einer großen Kirche zu sein und der Hall der Vogelstimmen war entsprechend. Elke liebte diesen Wald genau wie ich. Überhaupt war Elke sehr naturverbunden. Sie liebte unsere Landschaften auch sehr.

Auf dem Rückweg wieder nach Husum kehrten wir dann auch bei meinen Großeltern in Schwesing ein, um Kaffee zu trinken. Und Oma und Opa mochten Elke auch gerne.

 

Anne und die Laube.

Anne war die Schulkollegin und Freundin von Elke. Sie lebte bei ihrer Großmutter in der Theodor Storm Str. , fast an der Ecke zur Lornsenstr. Annes Oma betrieb dort einen kleine VIVO- Laden, also Lebensmittelladen.

Anne war figürlich das Gegenteil von Elke, klein und zierlich gebaut, aber immer fröhlich und nett. Naja, Gegensätze ziehen sich an sagt man ja so.

Die Beiden machten dann auch ihre Schularbeiten in der Laube im Garten hinter dem Laden. So oft ich konnte, war ich auch dabei. die Einrichtung bestand nur aus einem alten Sofa, einem kleinen Gartentisch, sowie einigen Gartenstühlen. Die Laube war ja nicht groß, nur so ca 2 x 3 Meter.

Über den Fenstern war ein etwas breiteres Regal, an dem auch die Gardinen und Vorhänge angebracht waren. Auf diesem Regal plazierte ich dann später auch meinen kleinen Plattenspieler, mit der dicken Mittelsäule, nur für 45er Platten und auch die kleinen Platten hatten dort Platz.

Im Frühsommer 56 haben wir drei dann zusammen die Laube renoviert.Anne hatte noch irgendwo  einen Pott Weißlack aufgetrieben. Nur… der war Reinweiß und sie wollte die Laube, innen, doch in leicht beige haben.

Abtönfarben hatte sie auch nicht, also, was machen ?“Geht das nicht mit Kakaopulver“ fragte Anne. Ich als Maler habe dann ganz schön gelacht, denn das hatte ich auch noch nicht gehört.

Anne ließ sich aber nicht von ihrer Idee abbringen und holt Kakao aus dem Laden und wollte den dann so trocken wie er war, untermischen. Ich habe dann den Kakao in Terpentin angerührt und siehe da, es funktionierte sogar. Hahaha, man/frau muß sich blos zu helfen wissen. Jedenfalls hat die Streicherei viel Spaß gemacht und wir haben auch viel gelacht.

Ja, die Musik.

Klar hatte ich div. Platten von den aktuellen Interpreten, wie Elvis, Bill Hailey u.s.w., aber auch Klassik. Ein Freund von klassischer Musik war ich schon von Haus aus. Und so hörte ich eines Tages die Ouvertüre und das vorspiel zum ersten Akt aus Lohengrin und kaufte mir die Platte. Damit habe ich dann auch Elke begeistern können.

Besonders aber liebte sie die Unchained Melodie.

Bei der Musik und bei der „Einweihung“ der Laube haben wir uns zu ersten Mal richtig geküßt, uns aber auch unsere gegenseitige Liebe gestanden.

Anne war damals mit Achim von Hofe befreundet und wir vier haben uns oft, Elke und ich jeden Tag dort in der Laube getroffen und es wurde ein wunderbarer Sommer voll Glück.

Unsere abendlichen Spaziergänge endeten dann auch meist bei Anne in der Laube, d.h., wenn noch Zeit übrig war bis 22 Uhr.

 

Unsere Spaziergänge.

Da wir Beide finanziell nicht grade auf Wolken gebettet waren, blieben also nur Spaziergänge. Bei gutem Wetter blieb dann nur die Großstraße und/oder der Schloßgarten., meistens Beides.

In der Stadt Schaufensterbummel machen, klar, Frauen kommen doch an einem schön gestalteten Schaufenster nicht so ohne weiteres vorbei. Oft fragte Elke mich, wenn sie wieder etwas besonders an Kleidern(Ja, damals trug Frau noch Kleider), Blusen und Röcke, ob ihr dieses oder jenes stehen würde. Ja, sie legte viel Wert auf mein Urteil. So schauten wir dann bei Plath & Thimman (Plath und Plünn), bei Carl Witt, G.M.Gramm, Homfeld, Paul C. Kähler in die Schaufenster und stellten uns vor, wir sind in der Lage, uns all diese schönen Sachen kaufen zu können

Erwähnenswert ist noch Rothgord mit seinen vielen schönen Lederwaren und…..den Modelleisenbahnen, die für mich ja von besonderem Interesse waren. Dort habe ich mir oft die Nase an den Scheiben platt gedrückt. Elke bewunderte immer die schönen Ledertaschen.

Die Cortina-Eisdiele gab es zu der Zeit noch nicht. Aber den Imbisswagen in der Norderstr. von Horst Göttsch, den gab es schon und seine Bratwurst war damals schon legendär.

Neben dem ersten Spielsalon in Husum, mit den Flippern und Rotaminten, eben auch die Musikbox mit den neuesten Titeln, war eine freie Fläche, auf dem einmal ein altes Haus stand. Dort hatte Horst seinen Imbiswagen stehen., an dem wir dann auch mal eine Bratwurst aßen. Wir kannten Horst Göttsch ja gut. War er doch der Sohn vom dem Schlachter, an der Ecke Woldsen/Lornsenstr. bei denen wir einkauften. (Das ich später einmal neun Jahre lang bei Horst in seinem Imbiss arbeiten würde, und Horst später Kultstatus erreichen sollte,ahnte ich damals noch nicht).

Unsere Fahrten mit dem Fahrrad nach Schobüll, oder auch nach Immenstedtholz haben wir geliebt. Unsere Fahrräder stellten wir immer an der fast am Holz liegenden Waldgaststätte ab. Die Gaststätte, also der Krug, gehörte einem Petersen. Sein Sohn Klaus lebte später in Schwesing und war unser Nachbar am Pfahl. Sein Vetter war Willi Carstensen, der später in Husum der „Schöne Willi“genannt wurde. Willi ist zusammen mit Klaus auf dem Hof und im Krug aufgewachsen.* So z.B. als wir Pfingstsonnabend dort im Holz mehrere Sträußchen Maiglöckchen pflückten, von denen meine Oma eines auf unserem Rückweg nach Husum bekam. Sie bedankte sich dann mit Kaffee und Kuchen. Auch meine Großeltern mochten Elke gern. Die anderen Sträuße bekamen meine  und Elkes Mutter. Alle waren hocherfreut über diese herrlich duftenden Maiglöckchen.

Die Arbeit in der Kaserne war beendet, fertig gestellt und ich mußte wieder einmal zum Arbeitsamt. Da wurde ich aber gleich weiter vermittelt zu dem Malerbetrieb Blaamann & Nissen in der Klaus Grothstr..Mit dem Hut der Autor.

 

 

Siehe hier im Blog „Der schöne Willi“.

 

SOMMER 56

 

Bevor es hier weitergeht schaue ich mir erstmal Elkes Album an bei Stefan und Britta. Bis die Tage.

 

 

 

 

 

Meine U Boote.

 

Wie alles begann

 

 

 

 

Unser Vorgesetzter war er eigentlich nicht, sondern weil er der Ältere war und eine natürliche Autorität besaß , war er für uns eben die Führungsperson, auf unserer Baustelle. Vorarbeiter kann man es auch nennen.

Er war der Ansprechpartner des Firmennebenstellenleiters. Dass er später die Meisterprüfung abgelegt und sich selbstständig gemacht hatte, erfuhr ich erst ca 5o Jahre später!

Rudi war fleißig und wusste uns junge Gehilfen zu führen, ohne laut zu werden,  und so erledigten wir die uns aufgetragen Arbeiten so gut und so schnell wir konnten.

Natürlich unterhielten wir uns, wenn es die Arbeit zuließ, über unsere Alltagsprobleme. So z.B. über unsere Herkunft, Werdegang, Interessen, u.s.w.

Es stellte sich heraus, dass Rudi Soldat im 2.WK gewesen war. Die Geschichte des Krieges und die technische Entwicklung der Waffen , hatte mich schon immer interessiert und so bohrte ich weiter. Bei der Marine war er gewesen, U- Boot-Fahrer!

Als er merkte, ich interessierte mich für seine Geschichte, und das ich gut zuhören konnte, erzählte er von seinen Fahrten auf U 763, Kaleun Cordes und das er kurz von Kriegsschluß mit U 1195 vor der englischen Küste abgesoffen ist. Rudi war einer der 17 Überlebenden.

„Das hab ich alles schon einem Jochen Brennecke erzählt, der darüber ein Buch geschrieben hat. Ich bin auch namentlich erwähnt“

„Jäger-Gejagte“ ist der Titel.

 

Dies war der Beginn für mich , alles über die Geschichte der deutschen U- Boote zu erfahren.

Viele Jahre später erst hatte ich die Gelegenheit, nachdem der Titel dieses Buches mir immer noch in meinem Kopf rumschwirrte, es  zu kaufen und zu lesen.

Der Autor war nicht immer unumstritten, wurde Kriegsverherrlicher genannt, denn er hatte noch viele andere Bücher über diese Zeit geschrieben. So z.B. „Das glückhafte Schiff“(Adm. Scheer), oder über die deutschen Hilfskreuzer u.s.w.Wie auch „Die Wende im U –Boot Krieg“(ausgezeichnet recherchiert!!)

Zurück zu dem Buch. Nachdem er die Erlebnisse auf den Feindfahrten beschrieb, die teilweise auf die Eintragungen der Bordbücher beruhte, beschrieb er auch die technische Weiterentwicklung, die besonders interessant ist/war.

Das Buch wurde 1956 herausgegeben. Rudi Wieser lernte ich 1958 im Herbst kennen.

2008, glaube ich war es, sah ich Rudi nun 85 jährig,  wieder, und zwar in einem Film, der zeigt, wie Rudi sein Boot U- 1195, auf dem Meeresgrund liegend, mit einem kleinen Tauchboot, besuchte.

Es war sehr interessant, aber auch sehr bewegend, diese Geschichte zu sehen.

Daraufhin habe ich ihn ganz spontan angerufen. Er konnte sich gut  daran erinnern, mit uns  damals das „Parkhotel“ in W./Sylt renoviert zu haben. Lange haben wir über die alten Zeiten geredet und ich konnte ihm sagen, dass er die Schuld daran trug, dass ich mich so sehr mit diesem Thema beschäftige.

Etwas, das nicht vergessen werden darf ist, damals, in den 50ern,war dieses Thema verpönt, tabu, wie die ganze Geschichte des dritten Reichs, es wurde darüber einfach nicht gesprochen.

Heute, im Zeichen des Internets, erfährt man einfach alles und es wird schon wieder ein bischen zuviel breitgetreten.

 

Nun, ich habe „Jäger – Gejagte“ mehrfach gelesen. Dabei nicht so sehr die KTB – Berichte, vielmehr die Abschnitte der technischen Entwicklung, die hier sehr ausführlich beschrieben sind.

Dabei habe ich erfahren, die Vorläufer der heutigen 30er – Boote sind die Boote der 23er Serie, dessen Antrieb die ersten Brennstoffzellen waren, jedoch mit Wasserstoffsuperoxyd betrieben wurden.

War Prof. Walther der Erfinder der“ Brennstoffzelle“? Schon Ende der 30er Jahre?

 

 

Jungfernfahrt

1 Kapitel.

KREUZFAHRT:

1.Kapitel Wie es dazu kam.

 

Durch Zufall stoße ich beim Zappen auf den NDR, der grade die Überführung eines Kreuzfahrschiffes von der Mayerwerft Papenburg  in die Nordsee überträgt.

Hierbei handelt es sich um die Norwegian Jewel der NCL. Was für ein Kasten, der da durch die Wiesen und Fennen langsam, geführt von zwei Schleppern, rückwärts die Ems runter fährt. 295m lang, 32,5m breit, über 8m Tiefgang.

Auf beiden Seiten der Ems auf den Deichen hunderte von Zuschauern und der Parkplatz voll mit Wohnmobilen, die das Spektakel mit verfolgen.

Rückwärts? Ja, rückwärts, weil die Schrauben des Schiffes Wasser unter den Rumpf schaufeln, in der nicht grade tiefen Ems, die auch extra für diesen Zweck aufgestaut werden muß.

Aber was für ein Anblick. Ich sehe es auch zum ersten Mal. Und jetzt erinnere ich mich an eine Sendung im TV, über die Herstellung von Dieselmotoren bei MAN Augsburg. Es war wahnsinnig interessant, wie die Motorengehäuse gegossen wurden, wie lange sie abkühlen mussten, bevor daran weitergearbeitet werden konnte. Es waren riesige 12 Zylinder Motoren, Kolben so dick wie ein Mensch.

Davon fünf Stück für ein Kreuzfahrschiff und die waren für die Norwegian Jewel in Papenburg. Gezeigt wurde auch der Einbau in das Schiff, drei Motoren in einer Reihe nebeneinander und noch zwei dahinter.

Das alles kam mir nun wieder in den Sinn, als ich die Sendung verfolgte.

Das bei diesem Anblick bei all den Zuschauern nun der Wunsch auftaucht, auch einmal mit einem solchen Schiff eine Reise zu machen, ist doch weiter nicht verwunderlich und so war es auch bei mir. Denn von klein an haben mich Schiffe und Seefahrt fasziniert. So bin ich doch schon mit 9 Jahren allein mit den Dampfern der Fördereederei auf der Flensburger Förde rumgedampft. Meistens nach Glücksburg und zurück. Und später dann in Husum habe ich mich nur noch am Hafen rumgetrieben. Sah die Schiffe rein- und rausfahren und wie gerne wollte ich dort an Bord sein.

So zuerst auf der „Amanda“, ein kleiner Kutter der Krabben(Porrn) fischte. Ich sollte eines Tages mit rausfahren in die Nordsee und wurde dann doch vom „Alten“ wieder auf den Kai geschickt, er wollte keine Kinder an Bord haben. Ich war elf Jahre alt. Meine Enttäuschung war natürlich riesengroß.

Dann endlich etwas später durfte ich mit dem alten, ja fast der älteste Husumer Kutter, HUS 9 „Edelweiß“, der dem Vater eines meiner Klassenkameraden gehörte, mit zum Fischen hinaus fahren. Es wurde für mich zum unvergesslichen Erlebnis und sollte mich für die nächsten Jahre prägen. Durch meinen Freund und Klassenkameraden Claus bekam ich dann denn auch Zugang zu den Schiffen und deren Eignern, die die Nordfriesischen Inseln versorgten, sog. Klütenewern( Klöße und Backpflaumensoße gab es sehr oft dort zum Essen). Besonders gerne waren wir an Bord der „Oste“ und der „Christine“ der Fam. Müller(Möllers op Platt) von Wyk auf Föhr, weil wir, wenn sie im Husumer Hafen lagen, mit den Beibooten im Hafen rumschippern durften.

Ja, wir wollten sogar nach Beendigung der Schule, bei ihnen als Moses (Lehrling) anheuern um zur See zu gehen. Bei mir hat es meine Mutter verhindert, ich solle doch zuerst einen „anständigen“ Beruf erlernen. Claus ist dann zur See gegangen.

Diese Gedanken beschäftigten mich, als ich die „Jewel“ so durch die Ems fahren sah.

So, das nun zu meiner Affinität zur Nordsee und zu Schiffen.

Solange, bis die Jewel die Nordsee erreicht hatte, habe ich es mit Spannung verfolgt und lange Zeit verfolgten mich diese Bilder noch.

Die Anzeige.

In unserer kostenlosen Wochenzeitung las ich immer als Erstes die Freizeit- und Urlaubsangebote. Und da stach mir ganz besonders ein Angebot sofort ins Auge: Jungfernfahrt mit einem Kreuzfahrtschiff von Amsterdam nach Dover und es war DIE Norwegian Jewel !! Zwei Tage, eine Übernachtung an Bord, all inklusiv, bis auf alkoholische Getränke und das Ganze für sage und schreibe 99 Euro.

Sofort habe ich zugeschlagen und für uns gebucht. Diese einmalige Gelegenheit wollte ich mir nicht mehr nehmen lassen. Wer weiß, ob es für mich jemals wieder so ein Angebot geben würde.

Mit wie vielen Umständen und Schwierigkeiten wir es dann zutun bekamen, um an Bord zu kommen, ahnten wir noch nicht. Denn NCL, Norwegian Cruise Line, war/ist eine Amerikanische Line!! Da hätte ich auch selbst drauf kommen können, so knallbunt sind die Schiffe einer Norwegischen Reederei doch nicht. Und ich habe anfangs gedacht, es ist eine Norwegische Line, wegen des Namens.

Der Reisetag rückte näher und die Reisebestätigung trudelte ein. Auch eine grobe Beschreibung der Utensilien, also die Klamotten, die wir mitnehmen durften/sollten, war dabei. Demnach wurde empfohlen, für gewisse Restaurants gehobene Kleidung zu tragen, also „Schapptüch“. Ansonsten konnte man sich überall in legerer Kleidung bewegen.

Ja, dementsprechend packten wir unsere Reistasche. Wollten wir doch auf alles vorbereitet sein. Auch meine „Schimanskyparka“ musste mit. Wie sehr ich die noch brauchen würde, ahnte ich hier noch nicht.

Es war ja Hochsommer, vom 08.08.- 09.08. 2005 war die Fahrt gebucht.

Morgends früh fanden wir uns am ZOB ein, denn es ging mit dem Bus nach Amsterdam. Es wurde eine gemütliche Fahrt, wir hatten Zeit genug. Die Einschiffung sollte ab 13 Uhr sein.

Da lag sie nun, die „Jewel“. Wir sahen nur das Heck, alles andere war von den großen Gebäuden verdeckt. Was für ein „Pott“!!

2.Kapitel:An Bord

Nun wurden wir zur Abfertigung in ein großes weißes Zelt geführt und jetzt begann die Prozedur der Amerikanischen Kontrolle.

Eine der netten Frauen begrüßte uns und führte uns dann zu einem Stand, an dem wir einzeln fotografiert wurden.

 

ERINNERUNGEN

ERINNERUNGEN.

 

Meine Erinnerungen an Welt.

Ab einem gewissen Alter beginnen die Erinnerungen an die Kinder- und Jugendzeit immer intensiver zu werden und manches sieht man dann auch durch eine rosa Brille.

So auch meine Erinnerungen an Welt, ein kleines Dorf im Südwesten Eiderstedts, ca 3km südlich von Garding.

Hier lebte auf einem sog. Haubarg, ein großes Haus mit hohem Rehtdach, Mensch und Vieh unter einem Dach. Haubarge gibt es nur auf Eiderstedt und der bekannteste ist der „Rote Haubarg“mit seiner saagenumwobenen Geschichte.

Der Haubarg, den mein Urgroßvater bewirtschaftete, war der „Tetenshaubarg“, am Rande von Welt, an der Straße nach Garding.

Zu „meiner“ Zeit wurde er aber schon von seinem Sohn Georg und seiner Frau Frieda bewirtschaftet.

Nun zu meinen ersten Erinnerungen eines Besuchs in Garding und Welt.

Sie begannen damit, dass meine Großeltern, bei denen ich aufgewachsen bin, sich über einen Besuch in Welt unterhielten. Mit fünf Jahren bekommt man ja noch nicht so viel mit. Jedenfalls aber soviel, dass es ums Verreisen ging.

Es muss schon einen wichtigen Grund gegeben haben, weil auch Opa mitfahren wollte, was eigentlich ungewöhnlich war. Denn mein Opa war selbstständiger Malermeister und Fleischbeschauer in unserem kleinen Dorf und hatte immer viel zu tun.

Jo, und dann eines Tages ging es los. Ich wurde fein angezogen, mit dem sog. Schapptüch, das man nicht jeden Tag trug. Denn zu Fuß zum Bahnhof Schwesing Nord (den gab es zu der Zeit ja noch)Unterwegs trafen wir einen alten Bauern aus dem Dorf.“ Na, schöt jemm verreisen?“frogt he mi, „Jo, na Hamburg, na min Uropa“sä ick. „nee“, seggt Oma „Na Garding“.

Jo, da war es wieder, diese verdammten Verwechslungen. Ich konnte damals verschiedene Sachen einfach nicht auseinander halten. Hier war es Opa Hamburg und Opa Garding. Später in der Schule war es mein Geburtstag und Geburt. Und dann ab nach Husum Hauptbahnhof. Da mussten wir umsteigen in den Zug nach Garding/St.Peter.

Zu der Zeit lebte mein Urgroßvater schon sozusagen „auf Abnehm“ bei seiner Tochter Bina (Bina war eine Schwester von Opa)und ihrem Mann Wilhelm Grehm in Garding.(auf Abnehm lebten die alten Bauern, wenn sie ihren Hof an den Nachfolger abgegeben haben und dort ihre „alten Tage“ verlebten).Das Bild zeigt Opa Jacob Hinrichs vor dem Haus seines Sohnes Heinrich zu dessen Geburtstag am 7.3.37 in Schwesing, auf seinem Arm der Autor mit knapp einem Jahr.

Seine Frau Ernestine Auguste, geb. Hogrefe, meine Urgroßmutter, ist schon am 4.5. 1930 gestorben. Sie stammte aus Oldenswort und war die Tochter von Schmiedemeister Peter Hans Hogref(f)e und seiner Frau Kathrina Maria geb. Richter.

So wurde ja auch mein Großvater in Oldenswort geboren. Oma war eine geb. Hartwich und stammte aus Hamburg.

So, das dazu .

Bina und Willem besaßen ein kleines Haus in einer Nebenstr. in Garding nicht weit vom Zentrum weg und dort haben wir dann auch übernachtet. Und zwar hinter dem Fenster im Giebel war ein kleines Zimmerchen, mit nur einem Bett. Oma und ich in einem Bett, furchtbar.

Noch heute sehe ich vor meinem geistigen Auge, wie man so schön sagt, Uropa Jacob in seinem für mich damals , großen Lehnstuhl sitzen. In seiner Hand die ca 1Meter lange Pfeife mit dem weißen Porzellankopf.

Der Pfeifenkopf war mit Malerei verziert. An der Wand beim Ofen war eine Hakenleiste angebracht, an der noch mehr Pfeifen an ihrer Kordel hingen.

Angezündet hat Uropa seine Pfeife mit einem Holzspan, den er im Ofen entzündete.

Wenn ich nun recht recherchiert habe, war es der 80. Geburtstag von Opa Garding, wie ich ihn nannte.(er war 1861 geboren und es muß am 29.03. 1941 gewesen sein, ich war also schon 5 Jahre alt).

Endlich gab es dann Kaffee. Ich erinnere mich noch genau an die vielen Menschen in der kleinen Stube, von denen ich ja kaum Jemanden kannte.

Ich wurde mit noch anderen Kindern in den Vorraum der Küche platziert. Dort saßen wir an einem kleinen Tisch und auf Holzbänken und jeder bekam seinen Kuchen auf den Teller. Dazu gab es Milch.

Während dessen die Torten in der Stube die Runden machten, hatten wir Kinder nur een Stück Platkok kregen. Wir durften auch nicht um ein Stück Kuchen nachfragen, die Erwachsenen nannten es betteln, nein, wir mußten warten, bis wir gefragt wurden, ob wir noch ein Stückchen haben wollten.

Jo, so war eben unsere Erziehung damals und nebenbei bemerkt, wir kannten es ja auch nicht anders.

Jo, und dann bin ich ausgebüxt, nachdem ich mir den schönen Garten von Onkel Wilhelm und Tante Bina angesehen hatte. Durch die Pforte und weg auf die Straße.

Ich glaube, ich muß da was einwenden. Denn irgendetwas stimmt in meinen Erinnerungen nicht. Denn im April ist noch nichts im Garten. Also spielt mir der Verwechselungsteufel mal wieder einen Streich und dieser Besuch war vvlt. zu Uropas Beerdigung, irgendwann im Sommer.

Nicht allzu weit weg standen vor einer offenen Tür Kisten mit Gemüse, Kohl und Kartoffeln. Da war auch eine dicke grüne Ranke um die Ladentür und unter den Blättern lugten Weintrauben hervor, die ich ja nun garnicht kannte. Probieren kannste die unreifen Dinger ja mal, dachte ich so bei mir und langte hin, mir eine zu stiebitzen. Aber da hatte ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn der war so schnell draußen, schimpfte und jagte mich weg. Ich hatte mich ja wohl zu lange für diese Früchte interessiert. Dabei hätte ich sie doch so gerne mal probiert.

Und Weintrauben kaufen? Neee, viel zu teuer. Du hest doch Appeln genoch bit Huus. Dat mutt langen.

Am anderen Tag sind wir dann nach Welt, zu Fuss die gut drei Kilometer hin zum Hof von Tante Frieda und Onkel Georg, Opas jüngsten Bruder, der ja den Hof/Haubarg von seinem Vater Jacob Hinrichs übernommen hatte.

Der Weg war ein Sand/Schotterweg mit Gras bewachsenen Rändern die bis in den mit Wasser gefüllten Graben reichte. Auf der Fennenseite(Wiesen) standen Kopfweiden, die für mich immer zum Fürchten waren. Weil, im Dunkeln sah ich darin immer Gespenster. Sie waren/sind ja auch unheimlich anzusehen, jüs in,ne Schummeertiid.So richti markt heff ick dat op de Rückwech, as dat düster weer. Overs allns de Reeg na.

„Loop hier an,ne Kant in Gras und mok din Schoh nich so schieddig“ sä Oma all Nääs lang. Sie meinte damit, ich dürfte nicht mit schmutzigen Schuhen ankommen. Auch durfte ich nicht mit zufällig dort liegenden Steinen Fußball spielen, weil die Schuhe dann staubig würden. Aber es machte doch so viel Spaß, wenn die Steine in den Wassergraben platschten.

Als ich es dann mit der Hand machte hieß es dann:“Schmiet nich so veel Stehn in,ne Groof“.Egol wat ick dä, allns weer verkehrt.

Jo, so bi lütten, ja, langsam kamen wir dann auf dem Hof an, grade zum Mittagessen.Was es gab weiß ich nicht mehr.

Dann durften wir Kinder, zwei warens, nämlich Hannchen und Kurt,spielen.

Die Beiden waren allerding um Einiges älter als ich und sie waren praktisch mein Onkel und Tante.

Kurt kramte aus einer Ecke eine wunderschöne hölzerne Kutsche mit zwei Pferden hervor. Die Pferde, es waren Schimmel mit langen weißen Mähnen und Schwänzen, hatten Räder an den Hufen und komplettes Geschirr aufgezogen und man konnte sie richtig anspannen. Dieses Fuhrwerk beschlagnahmte ich für mich. Nur einen Nachteil hatte es, bei einem Rad waren die hölzernen Speichen gebrochen.

Weil ich nun diese Kutsche so schön fand, schenkte sie Kurt mir. Er meinte, er ist schon zu alt, um damit zu spielen. Eine größere Freude konnte er mir ja nicht machen. Das ich dieses schöne Spielzeug nicht mehr aus den Händen legte, versteht sich, glaube ich , von selbst.

Das mit dem kaputten Rad macht Opa schon wieder heil, gab ich zu verstehen (es ist nie repariert worden, Opa ist nie dazu gekommen).

Auf dem Rückweg, Onkel Georg hatte angespannt und so fuhren wir zum Bahnhof in Garding, hielt ich mein neues Spielzeug ganz fest in meinen Armen und tröstete mich auch so über die furchterregenden Ungeheuer der Kopfweiden hinweg.

Spät Abends kamen wir wieder in Schwesing an und wurden von Irgendwem vom Bahnhof Schwesing Nord abgeholt.

Da ereignete sich ein für mich prägender Vorfall.Wir waren grade einmal ein paar hundert Meter gefahren, als ein Dröhnen von Flugzeugmotoren plötzlich am Himmel ertönte und immer lauter wurde. Als dann plötzlich noch viele Leuchtfinger den Himmel erhellten, war meine kindliche Phantasie vollends erwacht und ich sah wieder überall Gespenster.

Ja, es war doch Krieg !

Ich machte mich so klein wie möglich und kroch fast in die Sitzbank rein.

„Stell di nich so an“, war alles, was ich von Oma zu hören kriegte.

 

Nun, diese Erlebnisse aus den Jahren 40/41 habe ich wie ihr seht, nicht mehr vergessen können.

Mein nächster Besuch in Welt war dann sechs Jahre später und nach dem Krieg.

Im Mai 47 sind wir von Flensburg nach Husum gezogen, um näher an den Großeltern in Schwesing zu sein, die uns so gut es eben ging unterstützten. Was in der damaligen Zeit für sie auch nicht so einfach war.

Teil 2.

Als Ältester von vier Geschwistern hatte ich mit elf Jahren schon eine gewisse Verantwortung, zum Lebensunterhalt beizutragen.

Also zog ich los um auf den Fennen in den Köögen Champignons zu sammeln, in der Feldmark Himbeeren und Brombeeren zu pflücken, später auch Fliederbeeren, aus denen wir Saft machten. Auch auf bereits abgeernteten Kartoffelfeldern den Acker noch einmal umzugraben um auch die letzten Kartoffeln dort rauszuholen.

Auch auf den abgeernteten Kornfeldern wurden von mir die letzten Ähren gesammelt, die ich zu meinen Großeltern brachte, um sie an ihre Hühner zu verfüttern.

Jo, und dann jeden Tag zum Hafen. Die Fischer kamen rein und löschten ihren Fang, meist Porrn und ich nahm , wie andere Leute auch, eine Hand voll Porrn aus den Körben, um sie gleich zu verzehren und Niemand hatte etwas dagegen. Mach das heute mal !!

Der Gammel, also der Beifang, dafür stand ein Anhänger am Kai zur Verfügung, wurde damals noch an die Fischmehlfabrik geliefert. Heute wird der Beifang sofort wieder zurück ins Meer gekippt.Die größeren Fische sammelte ich mir vom Hänger. Sie wurden ausgenommen, gesalzen und geräuchert oder auch gebraten.

Am Anfang bin ich mit den vorbereiteten Fischen zu Opa gefahren ,um sie zu räuchern. Er hatte nämlich eine Räuchertonne. Später habe ich mir so eine Tonne selber gebaut. Ein 200ltr.Fass vom Hafen aus der Schrottkiste nach Hause gerollt und mit einem alten Schraubendreher Deckel und Boden ausgehauen. Man, wat weer dat een Radau.

Von da an habe ich selbst geräuchert und die Fische haben verdammt gut geschmeckt.

 

Hunger hatten wir ja immer, blos, es gab nichts zu kaufen und das Geld, die Reichsmark, taugte nichts mehr, war nichts mehr wert.

So beschloß ich, doch einmal wieder nach Welt zu fahren, um unsere Verwandten zu besuchen. Natürlich immer mit dem Hintergedanken an leckeres Essen auf dem Bauernhof.

Gesagt-getan.

Die Welter waren ganz schön verdutzt, als ich dort alleine auftauchte. Naja, es war Sommer und ich hatte Ferien.

„Schlaapen musst du overs bi Kurt mit in Bett“sä Tante Frieda denn. Es war für mich kein Problem, wir haben uns schon vertragen. Kurt war ja einige Jahre älter als ich.Die oberen zwei Fenster gehörten zu Kurts Zimmer, das kärglich eingerichtet war. Ein Bett mit Strohmatratze, zwei alte Stühle und ein altes Sofa, das war alles. Eben eine sog. Knechtstube.

Zum Mittagessen gab es Grützwurst und Sirup. „Nu eet man düchtig“ meent Tante Frieda und ich ließ es mir nicht zweimal sagen und haute rein. Anschließend hielten alle Mittagsstunde, denn sie mussten ja früh aufstehen.

Draussen an der alten Eberesche( sie stand im Jahre 2005 bei meinem letzten Besuch noch) hing eine Schaukel an sehr langen Ketten. Es machte so richtig Spaß daran richtig hoch zu schaukeln. Ich schaukelte, bis mir auf einmal schlecht wurde und ich mich übergeben mußte. Mein Magen war dieses „gute“ Essen einfach nicht mehr gewohnt.

Dann strolchte ich durch die Ställe und rauf auf den Boden(Speicher) Ich legt mich ins Heu, es duftete so schön und bin dann eingeschlafen.

Aufgewacht bin ich durch das furchtbare Jucken und Brennen im Gesicht. Die Mücken hatten mich wohl als Milchkuh mit Beschlag gelegt und sich an meinem Blut gelabt. Und unter dem hohen Dach gab es sehr viele Mücken.

Als ich in die Küche kam, wo Tante Frieda Kaffee machte, schlug sie die Hände über den Kopf zusammen und rief:“ Wi sühst du denn ut, bis jo gornich wedder to erkennen“.

Mit einem Tuch voll Quark kühlte sie mir das Gesicht, bis ich wieder „normal“ aussah.

Am Nachmittag kamen dann auch Kurt und sein Vater, Onkel Georg, vom Feld. Ob ich Lust hätte baden zu gehen, wurde ich gefragt. „Wenn dat nich  to deep is“ sä ick. Denn schwimmen habe ich erst später in der Husumer Au, an der Mildstedter Landstrasse gelernt.

Nicht sehr weit vom Hof weg floß ein etwas breiterer Sielzug vorbei, in dem man gut baden konnte.

Naja, meinem verbeulten Gesicht hat das kühle Wasser sehr gut getan.

Nun lernte ich auch die ältere Tochter Hertha und ihren Mann Erich kennen. Sie wohnten und arbeiteten natürlich auch auf dem Hof. Etwa in Höhe der großen Esche stand damals noch ein größerer Schuppen für die Kutsche und andere landwirtschaftliche Geräte.

Da hatte Erich sich eine kleine Werkstatt eingerichtet. Was mich besonders faszinierte war die Drechselbank mit Fußantrieb, also kein elektr. Motor.

Hier stellte er zu der Zeit Spinnräder her. Dazu brauchte Erich ein Vorderrad vom Fahrrad und altes Holz für das Gestell. So drechselte er wunderschöne Ständer und Spindeln für das Spinnrad.

Als Hertha mir noch das Spinnen zeigte, war ich total begeistert und wollte auch so ein Ding haben.

Als ich nach drei Tagen satt und zufrieden wieder abreiste, versprach Erich mir auch ein Spinnrad zu bauen, wenn ich ihm ein Rad bringen würde.( soetwas konnte man zu der Zeit nicht irgendwo kaufen, das gab es einfach nicht).

Nun war es an mir, Opa ein altes Vorderrad von einem seiner alten Fahrräder abzuluchsen.

„Wat wullt du denn dormit?“ fragte Opa. „Erich vun Welt  buut mi dormit een Spinnrad“ antert ick. „Spinnrad?, wat wullt du denn dormit?“,“ Wull spinnen“ sä ick und dat Modder denn Strümp dorvun stricken wull, vertellte ick em.

“Und wo wullt du Wull herkriegn?“. Dann erzählte ich Opa denn von den Stacheldrahtzäunen in den Köögen, an denen  Schafe sich die Wolle ausrissen, wenn sie daran vorbei liefen. Die Wolle flatterte da im Wind wie Fahnen.

Und siehe da, er holte mir ein altes, aber noch brauchbares Rad vom Boden.

 

Voll Stolz brachte ich das Rad einige Tage später zu Erich nach Welt. Er meinte dann , das es 20 Reichsmark kostet und er mir eine Karte schickt, wenn das Spinnrad fertig ist und ich es dann abholen könne.

Am gleichen Tag bin ich dann noch zurück gefahren.

Ja, so war es damals. Karte schicken mit der Post. Kein PC, keine E Mail schreiben können, keine SMS schreiben, ja, nicht einmal Telefon gab es gab es bei uns. Wir hatten auf dem Dorf ja noch nicht einmal elektrischen Strom.

In der Zwischenzeit waren nun meine Schwester Erika und ich in den Köögen unterwegs und pflückten Schafwolle vom Stacheldraht von den Zäunen.

Bis dann endlich die erwartete Karte von Erich kam, hatten wir schon einen großen Sack voll Schafwolle gesammelt und waren dabei, die Wolle zu kämmen, um dann später spinnen zu können.

Die Wolle stank fürchterlich und sie wurde ja erst gewaschen, wenn sie zu Garn gesponnen war.

Nach einiger Zeit, wie zu erwarten, kam die Karte von Erich. Nun hatte das Warten ein Ende und ich fuhr wieder einmal nach Welt, um das Spinnrad abzuholen.

Schön sah es aus und es lief auch sehr gut, Erich hatte gut Arbeit gemacht. Ich bezahlte den Preis und machte mich auch gleich auf den Heimweg. Natürlich nicht , ohne mich von den „Weltern“ zu verabschieden und mich noch einmal für alles zu bedanken.

Ja, es war dann auch tatsächlich das letzte Mal, dass ich sie alle „lebend“ gesehen habe.

Zu Hause habe ich dann fleißig gesponnen und Mutter hat das Garn zu Strümpfen und Leibwäsche verarbeitet. Auch das hat sehr zu unserem kargen Lebensunterhalt beigetragen.

 

Teil 3.

Dieser Abschnitt ist an sich schnell erzählt. Im Jahre 2005 beschlossen mein Bruder Jünne (Hans Jürgen) und ich nach Eiderstedt zu fahren, um zu sehen, wie es denn „Heute“ dort aussieht, ob ich überhaupt den Haubarg wiederfinden und erkennen würde.

Ich habe nach diesen vielen Jahren den Hof sofort erkannt. Das Auto habe ich am Weg stehen lassen und wir sind zu Fuß die zweihundert Meter zum Hof rauf gegangen.

Es hatte sich doch sehr viel verändert. Die Remise, in der Erichs Werkstatt war gab es nicht mehr und der Hof wurde auch landwirtschaftlich nicht mehr genutzt, sondern hier residierte nun eine Filmfirma.

Äusserlich durfte auch nichts verändert werden, da das Gebäude unter Denkmalschutz steht.Auf dem Bild betreten wir zwei die Firma.

Aber etwas stand noch, und zwar die alte große Esche, an der die lange Schaukel hing.

Anschließend waren wir noch auf dem Welter Friedhof, um nach den Gräbern unserer Verwandten zu sehen. Hier sind noch die Bilder

Nun, wir/ich sind nie wieder dort gewesen, haben aber diese wunderbaren Erinnerungen daran.

 

Copyright bei dem Autor Karl Heinz Böttcher.

 

ERINNERUNGEN.

 

Meine Erinnerungen an Welt.

Ab einem gewissen Alter beginnen die Erinnerungen an die Kinder- und Jugendzeit immer intensiver zu werden und manches sieht man dann auch durch eine rosa Brille.

So auch meine Erinnerungen an Welt, ein kleines Dorf im Südwesten Eiderstedts, ca 3km südlich von Garding.

Hier lebte auf einem sog. Haubarg, ein großes Haus mit hohem Rehtdach, Mensch und Vieh unter einem Dach. Haubarge gibt es nur auf Eiderstedt und der bekannteste ist der „Rote Haubarg“mit seiner saagenumwobenen Geschichte.

Der Haubarg, den mein Urgroßvater bewirtschaftete, war der „Tetenshaubarg“, am Rande von Welt, an der Straße nach Garding.

Zu „meiner“ Zeit wurde er aber schon von seinem Sohn Georg und seiner Frau Frieda bewirtschaftet.

Nun zu meinen ersten Erinnerungen eines Besuchs in Garding und Welt.

Sie begannen damit, dass meine Großeltern, bei denen ich aufgewachsen bin, sich über einen Besuch in Welt unterhielten. Mit fünf Jahren bekommt man ja noch nicht so viel mit. Jedenfalls aber soviel, dass es ums Verreisen ging.

Es muss schon einen wichtigen Grund gegeben haben, weil auch Opa mitfahren wollte, was eigentlich ungewöhnlich war. Denn mein Opa war selbstständiger Malermeister und Fleischbeschauer in unserem kleinen Dorf und hatte immer viel zu tun.

Jo, und dann eines Tages ging es los. Ich wurde fein angezogen, mit dem sog. Schapptüch, das man nicht jeden Tag trug. Denn zu Fuß zum Bahnhof Schwesing Nord (den gab es zu der Zeit ja noch)Unterwegs trafen wir einen alten Bauern aus dem Dorf.“ Na, schöt jemm verreisen?“frogt he mi, „Jo, na Hamburg, na min Uropa“sä ick. „nee“, seggt Oma „Na Garding“.

Jo, da war es wieder, diese verdammten Verwechslungen. Ich konnte damals verschiedene Sachen einfach nicht auseinander halten. Hier war es Opa Hamburg und Opa Garding. Später in der Schule war es mein Geburtstag und Geburt. Und dann ab nach Husum Hauptbahnhof. Da mussten wir umsteigen in den Zug nach Garding/St.Peter.

Zu der Zeit lebte mein Urgroßvater schon sozusagen „auf Abnehm“ bei seiner Tochter Bina (Bina war eine Schwester von Opa)und ihrem Mann Wilhelm Grehm in Garding.(auf Abnehm lebten die alten Bauern, wenn sie ihren Hof an den Nachfolger abgegeben haben und dort ihre „alten Tage“ verlebten).Das Bild zeigt Opa Jacob Hinrichs vor dem Haus seines Sohnes Heinrich zu dessen Geburtstag am 7.3.37 in Schwesing, auf seinem Arm der Autor mit knapp einem Jahr.

Seine Frau Ernestine Auguste, geb. Hogrefe, meine Urgroßmutter, ist schon am 4.5. 1930 gestorben. Sie stammte aus Oldenswort und war die Tochter von Schmiedemeister Peter Hans Hogref(f)e und seiner Frau Kathrina Maria geb. Richter.

So wurde ja auch mein Großvater in Oldenswort geboren. Oma war eine geb. Hartwich und stammte aus Hamburg.

So, das dazu .

Bina und Willem besaßen ein kleines Haus in einer Nebenstr. in Garding nicht weit vom Zentrum weg und dort haben wir dann auch übernachtet. Und zwar hinter dem Fenster im Giebel war ein kleines Zimmerchen, mit nur einem Bett. Oma und ich in einem Bett, furchtbar.

Noch heute sehe ich vor meinem geistigen Auge, wie man so schön sagt, Uropa Jacob in seinem für mich damals , großen Lehnstuhl sitzen. In seiner Hand die ca 1Meter lange Pfeife mit dem weißen Porzellankopf.

Der Pfeifenkopf war mit Malerei verziert. An der Wand beim Ofen war eine Hakenleiste angebracht, an der noch mehr Pfeifen an ihrer Kordel hingen.

Angezündet hat Uropa seine Pfeife mit einem Holzspan, den er im Ofen entzündete.

Wenn ich nun recht recherchiert habe, war es der 80. Geburtstag von Opa Garding, wie ich ihn nannte.(er war 1861 geboren und es muß am 29.03. 1941 gewesen sein, ich war also schon 5 Jahre alt).

Endlich gab es dann Kaffee. Ich erinnere mich noch genau an die vielen Menschen in der kleinen Stube, von denen ich ja kaum Jemanden kannte.

Ich wurde mit noch anderen Kindern in den Vorraum der Küche platziert. Dort saßen wir an einem kleinen Tisch und auf Holzbänken und jeder bekam seinen Kuchen auf den Teller. Dazu gab es Milch.

Während dessen die Torten in der Stube die Runden machten, hatten wir Kinder nur een Stück Platkok kregen. Wir durften auch nicht um ein Stück Kuchen nachfragen, die Erwachsenen nannten es betteln, nein, wir mußten warten, bis wir gefragt wurden, ob wir noch ein Stückchen haben wollten.

Jo, so war eben unsere Erziehung damals und nebenbei bemerkt, wir kannten es ja auch nicht anders.

Jo, und dann bin ich ausgebüxt, nachdem ich mir den schönen Garten von Onkel Wilhelm und Tante Bina angesehen hatte. Durch die Pforte und weg auf die Straße.

Ich glaube, ich muß da was einwenden. Denn irgendetwas stimmt in meinen Erinnerungen nicht. Denn im April ist noch nichts im Garten. Also spielt mir der Verwechselungsteufel mal wieder einen Streich und dieser Besuch war vvlt. zu Uropas Beerdigung, irgendwann im Sommer.

Nicht allzu weit weg standen vor einer offenen Tür Kisten mit Gemüse, Kohl und Kartoffeln. Da war auch eine dicke grüne Ranke um die Ladentür und unter den Blättern lugten Weintrauben hervor, die ich ja nun garnicht kannte. Probieren kannste die unreifen Dinger ja mal, dachte ich so bei mir und langte hin, mir eine zu stiebitzen. Aber da hatte ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn der war so schnell draußen, schimpfte und jagte mich weg. Ich hatte mich ja wohl zu lange für diese Früchte interessiert. Dabei hätte ich sie doch so gerne mal probiert.

Und Weintrauben kaufen? Neee, viel zu teuer. Du hest doch Appeln genoch bit Huus. Dat mutt langen.

Am anderen Tag sind wir dann nach Welt, zu Fuss die gut drei Kilometer hin zum Hof von Tante Frieda und Onkel Georg, Opas jüngsten Bruder, der ja den Hof/Haubarg von seinem Vater Jacob Hinrichs übernommen hatte.

Der Weg war ein Sand/Schotterweg mit Gras bewachsenen Rändern die bis in den mit Wasser gefüllten Graben reichte. Auf der Fennenseite(Wiesen) standen Kopfweiden, die für mich immer zum Fürchten waren. Weil, im Dunkeln sah ich darin immer Gespenster. Sie waren/sind ja auch unheimlich anzusehen, jüs in,ne Schummeertiid.So richti markt heff ick dat op de Rückwech, as dat düster weer. Overs allns de Reeg na.

„Loop hier an,ne Kant in Gras und mok din Schoh nich so schieddig“ sä Oma all Nääs lang. Sie meinte damit, ich dürfte nicht mit schmutzigen Schuhen ankommen. Auch durfte ich nicht mit zufällig dort liegenden Steinen Fußball spielen, weil die Schuhe dann staubig würden. Aber es machte doch so viel Spaß, wenn die Steine in den Wassergraben platschten.

Als ich es dann mit der Hand machte hieß es dann:“Schmiet nich so veel Stehn in,ne Groof“.Egol wat ick dä, allns weer verkehrt.

Jo, so bi lütten, ja, langsam kamen wir dann auf dem Hof an, grade zum Mittagessen.Was es gab weiß ich nicht mehr.

Dann durften wir Kinder, zwei warens, nämlich Hannchen und Kurt,spielen.

Die Beiden waren allerding um Einiges älter als ich und sie waren praktisch mein Onkel und Tante.

Kurt kramte aus einer Ecke eine wunderschöne hölzerne Kutsche mit zwei Pferden hervor. Die Pferde, es waren Schimmel mit langen weißen Mähnen und Schwänzen, hatten Räder an den Hufen und komplettes Geschirr aufgezogen und man konnte sie richtig anspannen. Dieses Fuhrwerk beschlagnahmte ich für mich. Nur einen Nachteil hatte es, bei einem Rad waren die hölzernen Speichen gebrochen.

Weil ich nun diese Kutsche so schön fand, schenkte sie Kurt mir. Er meinte, er ist schon zu alt, um damit zu spielen. Eine größere Freude konnte er mir ja nicht machen. Das ich dieses schöne Spielzeug nicht mehr aus den Händen legte, versteht sich, glaube ich , von selbst.

Das mit dem kaputten Rad macht Opa schon wieder heil, gab ich zu verstehen (es ist nie repariert worden, Opa ist nie dazu gekommen).

Auf dem Rückweg, Onkel Georg hatte angespannt und so fuhren wir zum Bahnhof in Garding, hielt ich mein neues Spielzeug ganz fest in meinen Armen und tröstete mich auch so über die furchterregenden Ungeheuer der Kopfweiden hinweg.

Spät Abends kamen wir wieder in Schwesing an und wurden von Irgendwem vom Bahnhof Schwesing Nord abgeholt.

Da ereignete sich ein für mich prägender Vorfall.Wir waren grade einmal ein paar hundert Meter gefahren, als ein Dröhnen von Flugzeugmotoren plötzlich am Himmel ertönte und immer lauter wurde. Als dann plötzlich noch viele Leuchtfinger den Himmel erhellten, war meine kindliche Phantasie vollends erwacht und ich sah wieder überall Gespenster.

Ja, es war doch Krieg !

Ich machte mich so klein wie möglich und kroch fast in die Sitzbank rein.

„Stell di nich so an“, war alles, was ich von Oma zu hören kriegte.

 

Nun, diese Erlebnisse aus den Jahren 40/41 habe ich wie ihr seht, nicht mehr vergessen können.

Mein nächster Besuch in Welt war dann sechs Jahre später und nach dem Krieg.

Im Mai 47 sind wir von Flensburg nach Husum gezogen, um näher an den Großeltern in Schwesing zu sein, die uns so gut es eben ging unterstützten. Was in der damaligen Zeit für sie auch nicht so einfach war.

Teil 2.

Als Ältester von vier Geschwistern hatte ich mit elf Jahren schon eine gewisse Verantwortung, zum Lebensunterhalt beizutragen.

Also zog ich los um auf den Fennen in den Köögen Champignons zu sammeln, in der Feldmark Himbeeren und Brombeeren zu pflücken, später auch Fliederbeeren, aus denen wir Saft machten. Auch auf bereits abgeernteten Kartoffelfeldern den Acker noch einmal umzugraben um auch die letzten Kartoffeln dort rauszuholen.

Auch auf den abgeernteten Kornfeldern wurden von mir die letzten Ähren gesammelt, die ich zu meinen Großeltern brachte, um sie an ihre Hühner zu verfüttern.

Jo, und dann jeden Tag zum Hafen. Die Fischer kamen rein und löschten ihren Fang, meist Porrn und ich nahm , wie andere Leute auch, eine Hand voll Porrn aus den Körben, um sie gleich zu verzehren und Niemand hatte etwas dagegen. Mach das heute mal !!

Der Gammel, also der Beifang, dafür stand ein Anhänger am Kai zur Verfügung, wurde damals noch an die Fischmehlfabrik geliefert. Heute wird der Beifang sofort wieder zurück ins Meer gekippt.Die größeren Fische sammelte ich mir vom Hänger. Sie wurden ausgenommen, gesalzen und geräuchert oder auch gebraten.

Am Anfang bin ich mit den vorbereiteten Fischen zu Opa gefahren ,um sie zu räuchern. Er hatte nämlich eine Räuchertonne. Später habe ich mir so eine Tonne selber gebaut. Ein 200ltr.Fass vom Hafen aus der Schrottkiste nach Hause gerollt und mit einem alten Schraubendreher Deckel und Boden ausgehauen. Man, wat weer dat een Radau.

Von da an habe ich selbst geräuchert und die Fische haben verdammt gut geschmeckt.

 

Hunger hatten wir ja immer, blos, es gab nichts zu kaufen und das Geld, die Reichsmark, taugte nichts mehr, war nichts mehr wert.

So beschloß ich, doch einmal wieder nach Welt zu fahren, um unsere Verwandten zu besuchen. Natürlich immer mit dem Hintergedanken an leckeres Essen auf dem Bauernhof.

Gesagt-getan.

Die Welter waren ganz schön verdutzt, als ich dort alleine auftauchte. Naja, es war Sommer und ich hatte Ferien.

„Schlaapen musst du overs bi Kurt mit in Bett“sä Tante Frieda denn. Es war für mich kein Problem, wir haben uns schon vertragen. Kurt war ja einige Jahre älter als ich.Die oberen zwei Fenster gehörten zu Kurts Zimmer, das kärglich eingerichtet war. Ein Bett mit Strohmatratze, zwei alte Stühle und ein altes Sofa, das war alles. Eben eine sog. Knechtstube.

Zum Mittagessen gab es Grützwurst und Sirup. „Nu eet man düchtig“ meent Tante Frieda und ich ließ es mir nicht zweimal sagen und haute rein. Anschließend hielten alle Mittagsstunde, denn sie mussten ja früh aufstehen.

Draussen an der alten Eberesche( sie stand im Jahre 2005 bei meinem letzten Besuch noch) hing eine Schaukel an sehr langen Ketten. Es machte so richtig Spaß daran richtig hoch zu schaukeln. Ich schaukelte, bis mir auf einmal schlecht wurde und ich mich übergeben mußte. Mein Magen war dieses „gute“ Essen einfach nicht mehr gewohnt.

Dann strolchte ich durch die Ställe und rauf auf den Boden(Speicher) Ich legt mich ins Heu, es duftete so schön und bin dann eingeschlafen.

Aufgewacht bin ich durch das furchtbare Jucken und Brennen im Gesicht. Die Mücken hatten mich wohl als Milchkuh mit Beschlag gelegt und sich an meinem Blut gelabt. Und unter dem hohen Dach gab es sehr viele Mücken.

Als ich in die Küche kam, wo Tante Frieda Kaffee machte, schlug sie die Hände über den Kopf zusammen und rief:“ Wi sühst du denn ut, bis jo gornich wedder to erkennen“.

Mit einem Tuch voll Quark kühlte sie mir das Gesicht, bis ich wieder „normal“ aussah.

Am Nachmittag kamen dann auch Kurt und sein Vater, Onkel Georg, vom Feld. Ob ich Lust hätte baden zu gehen, wurde ich gefragt. „Wenn dat nich  to deep is“ sä ick. Denn schwimmen habe ich erst später in der Husumer Au, an der Mildstedter Landstrasse gelernt.

Nicht sehr weit vom Hof weg floß ein etwas breiterer Sielzug vorbei, in dem man gut baden konnte.

Naja, meinem verbeulten Gesicht hat das kühle Wasser sehr gut getan.

Nun lernte ich auch die ältere Tochter Hertha und ihren Mann Erich kennen. Sie wohnten und arbeiteten natürlich auch auf dem Hof. Etwa in Höhe der großen Esche stand damals noch ein größerer Schuppen für die Kutsche und andere landwirtschaftliche Geräte.

Da hatte Erich sich eine kleine Werkstatt eingerichtet. Was mich besonders faszinierte war die Drechselbank mit Fußantrieb, also kein elektr. Motor.

Hier stellte er zu der Zeit Spinnräder her. Dazu brauchte Erich ein Vorderrad vom Fahrrad und altes Holz für das Gestell. So drechselte er wunderschöne Ständer und Spindeln für das Spinnrad.

Als Hertha mir noch das Spinnen zeigte, war ich total begeistert und wollte auch so ein Ding haben.

Als ich nach drei Tagen satt und zufrieden wieder abreiste, versprach Erich mir auch ein Spinnrad zu bauen, wenn ich ihm ein Rad bringen würde.( soetwas konnte man zu der Zeit nicht irgendwo kaufen, das gab es einfach nicht).

Nun war es an mir, Opa ein altes Vorderrad von einem seiner alten Fahrräder abzuluchsen.

„Wat wullt du denn dormit?“ fragte Opa. „Erich vun Welt  buut mi dormit een Spinnrad“ antert ick. „Spinnrad?, wat wullt du denn dormit?“,“ Wull spinnen“ sä ick und dat Modder denn Strümp dorvun stricken wull, vertellte ick em.

“Und wo wullt du Wull herkriegn?“. Dann erzählte ich Opa denn von den Stacheldrahtzäunen in den Köögen, an denen  Schafe sich die Wolle ausrissen, wenn sie daran vorbei liefen. Die Wolle flatterte da im Wind wie Fahnen.

Und siehe da, er holte mir ein altes, aber noch brauchbares Rad vom Boden.

 

Voll Stolz brachte ich das Rad einige Tage später zu Erich nach Welt. Er meinte dann , das es 20 Reichsmark kostet und er mir eine Karte schickt, wenn das Spinnrad fertig ist und ich es dann abholen könne.

Am gleichen Tag bin ich dann noch zurück gefahren.

Ja, so war es damals. Karte schicken mit der Post. Kein PC, keine E Mail schreiben können, keine SMS schreiben, ja, nicht einmal Telefon gab es gab es bei uns. Wir hatten auf dem Dorf ja noch nicht einmal elektrischen Strom.

In der Zwischenzeit waren nun meine Schwester Erika und ich in den Köögen unterwegs und pflückten Schafwolle vom Stacheldraht von den Zäunen.

Bis dann endlich die erwartete Karte von Erich kam, hatten wir schon einen großen Sack voll Schafwolle gesammelt und waren dabei, die Wolle zu kämmen, um dann später spinnen zu können.

Die Wolle stank fürchterlich und sie wurde ja erst gewaschen, wenn sie zu Garn gesponnen war.

Nach einiger Zeit, wie zu erwarten, kam die Karte von Erich. Nun hatte das Warten ein Ende und ich fuhr wieder einmal nach Welt, um das Spinnrad abzuholen.

Schön sah es aus und es lief auch sehr gut, Erich hatte gut Arbeit gemacht. Ich bezahlte den Preis und machte mich auch gleich auf den Heimweg. Natürlich nicht , ohne mich von den „Weltern“ zu verabschieden und mich noch einmal für alles zu bedanken.

Ja, es war dann auch tatsächlich das letzte Mal, dass ich sie alle „lebend“ gesehen habe.

Zu Hause habe ich dann fleißig gesponnen und Mutter hat das Garn zu Strümpfen und Leibwäsche verarbeitet. Auch das hat sehr zu unserem kargen Lebensunterhalt beigetragen.

 

Teil 3.

Dieser Abschnitt ist an sich schnell erzählt. Im Jahre 2005 beschlossen mein Bruder Jünne (Hans Jürgen) und ich nach Eiderstedt zu fahren, um zu sehen, wie es denn „Heute“ dort aussieht, ob ich überhaupt den Haubarg wiederfinden und erkennen würde.

Ich habe nach diesen vielen Jahren den Hof sofort erkannt. Das Auto habe ich am Weg stehen lassen und wir sind zu Fuß die zweihundert Meter zum Hof rauf gegangen.

Es hatte sich doch sehr viel verändert. Die Remise, in der Erichs Werkstatt war gab es nicht mehr und der Hof wurde auch landwirtschaftlich nicht mehr genutzt, sondern hier residierte nun eine Filmfirma.

Äusserlich durfte auch nichts verändert werden, da das Gebäude unter Denkmalschutz steht.Auf dem Bild betreten wir zwei die Firma.

Aber etwas stand noch, und zwar die alte große Esche, an der die lange Schaukel hing.

Anschließend waren wir noch auf dem Welter Friedhof, um nach den Gräbern unserer Verwandten zu sehen. Hier sind noch die Bilder

Nun, wir/ich sind nie wieder dort gewesen, haben aber diese wunderbaren Erinnerungen daran.

 

Copyright bei dem Autor Karl Heinz Böttcher.

 

 

Memories are made of this!!

Memories are made of this!!

 

 

 

Es ist über dieses Thema schon soo viel geschrieben worden und damit will auch ich meinen Senf noch dazugeben.

Warum grade jetzt ?

Auslöser dafür ist die sog. Forschungsarbeit der drei jungen Damen von der Otto Hahn Schule in Geesthacht über den Besuch und die gehaltene Rede von Karl Dönitz.

Das er , Dönitz , von dem späteren Ministerpräsidenten Uwe Barschel eingeladen wurde , ist auch für mich neu.

Das aber die „Rede“ , die er 1963 hielt, einen „Skandal“ auslöste , daran erinnere ich mich noch.

Neu für mich ist aber nicht die Verunglimpfung  A L L E R  U – Bootfahrer, die nach der heutigen Meinung der überwiegenden Menge der Menschen in diesem Lande , alle Nazis waren , und damit den größten Teil der Marine und der U Bootfahrer  Unrecht antun und das Andenken beschmutzen.

Menschen , die pauschal negativ über die Marine als solches, speziell aber über die U Bootfahrer äussern , sollten sich zuerst aber einmal schlau machen. Aber nicht durch die üblichen Phrasen der „großen“ Blätter.

 

Hiermit distanziere ich mich vehement vom Nazitum, auch bin ich kein Kriegsverherrlicher, wie viele Schriftsteller , die sich zu diesem Thema äussern , genannt werden.

So auch ein sehr bekannter Schriftsteller , dem „schwülstige“ Schreibweise nachgesagt wird.

 

Wenn nicht er , wer sonst sollte die Vorgänge auf einem U Boot beschreiben können, der selbst 7 Feindfahrten, als Kriegsberichterstatter und – maler. mitgemacht hatte.

Als Kriegsmaler war er damals schon sehr bekannt und auch weiß Gott kein Nazi. Dönitz hat er lebensgroß gemalt und im damaligen „Haus der Deutschen Kunst“ in München ausgestellt.

1944 wurde er nach Berlin befohlen, um auch Göbbels ebenso zu malen. Durch die beginnende Invasion hat es sich aber zerschlagen.

Um der zwangsweisen Einbeziehung zur Wehrmacht zu entgehen , meldete B sich freiwillg zur Marine. So konnte er sich wenigstens aussuchen , wohin  und wo er seinen „ Kriegsdienst“ ableisten konnte.

So einen Mann als schwülstigen Schreiberling zu bezeichnen , wie ich es in einem sog. U Boot Forum gelesen habe, grenzt an Unverschämtheit. Denn er sollte erst einmal dahin riechen , wo B hingeschissen hat ,wie man so schön sagt.

 

Karl Dönitz, (für die ganz jungen Leute unter euch , damals Großadmiral und Oberbefehlshaber der U Bootwaffe) war am Anfang auch kein Nazi er hat sich jedenfalls als solcher nicht öffentlich bezeichnet. Erst so 43 lief er mit dem sog. Spiegelei (Parteiabzeichen)rum.

Sehr viele U Boot Fahrer waren damals entsetzt , als sie es sahen, war er bis dahin doch ein Idol der U Boot Fahrer gewesen.

Auch trug Dönitz nicht allein die Schuld am U Boot Desaster.Eine gehörige Portion davon trugen auch die Beamten , die mit der Entwicklung dieser Waffe zu tun hatten. Die Arroganz dieser Leute verhinderte z.B. die schnelle Entwicklung der sog. Walterboote, die Weiterentwicklung der großen sog. E Boote der XXI Serie.

Und ganz verheerend war die Weiterforschung des Radars, denn in ihrer Arroganz waren sie der Überzeugung , jenseits der Dezimeterwelle gäbe keine Möglichkeiten mehr, waren sie doch der Überzeugung, wir , die Deutschen, wären zu der Zeit, führend auf dem Gebiet.

Welch ein verheerender Irrtum.

 

Das Dönitz trotzdem immer wieder all diese jungen Leute in den sichren Tod schickte, denn er als OB hatte die Verantwortung dafür , wird ihm mit Recht angelastet. Doch auch er stand zwischen zwei Feuern. Einerseits verlangte der „ Gröfaz“(größter Feldherr alles Zeiten ) Einsatz bis zu Letzten , sogar als Kamikaze, andererseits wollte er zu seinen Leuten stehen.

Dann machte Dönitz aber eine furchtbare Aussage .“ Wenn ich vom Führer (Gröfaz) komme, fühle ich mich immer als kleines Würstchen“!! Zitat aus „ Die Festung „ von L.G. Buchheim. Bis Heute verstehe ich diese Leute nicht. Die waren doch nicht dumm. Sie MUSSTEN doch sehen , wohin die Karre lief. Doch waren sie alle , bis auf wenige Ausnahmen, so verblendet ?? Oder wollten sie es einfach nicht sehen, dass das Schiff in den Abgrund steuerte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Gedanken sind frei !

Die Gedanken sind frei
…………….sagt man doch immer so. Doch so ist es nicht immer. Sie schwirren dir im Kopf rum und lassen sich dann meistens nicht bändigen. Vor allem dann , wenn du schlafen willst, schlagen sie die skurrilsten Purzelbäume , und du kommst von Höckschen auf Stöckschen.
Angefangen vom Tagesgeschehen , über die Woche , Monat u.s.w u.s.w.
Irgendwann landest du dann tatsächlich , und das immer öfter , in deiner Kinder-Jugendzeit. Vergleichst deine Zeit mit der , der heutigen Kinder und Jugendlichen.
Jo, wenn ich mir vorstelle , sie sollten , wie wir damals , ohne Strom und elektrisch Licht auskommen………….kein Radio , kein Fernsehen ,kein Kühlschrank, kein elektr. Bügeleisen und kein Wasser aus Wand, keine Zentralheizung , sondern Herd bzw Ofenheizung.
Geheizt wurde mit Torf (Klühn) und Holz , Busch und selten Briketts.
Mit 8 Jahren musste ich mit Torf stechen ,den Klühn zum Trocknen aufschichten, später auf einen Handkarren (Bollerwagen) laden und ca 3km nach Hause fahren.
Busch hacken , mit dem Beil Äste in kleine Stücke hacken und aufschichten zum Trocknen .Und ?Oft hat es sogar Spaß gemacht, die Erwachsenen haben uns/mich gebraucht und du warst plötzlich gleichwertig !
Baden ?? oder etwa sogar Duschen ??……..Zinkbadewanne , stundenlang warm Wasser machen und das alles aus dem 60m entfernten Brunnen holen.
Ausguß ? Abwasserleitung ?.neee……..Plumsklo !!
Einkaufen mit Auto ??… 2 km zu Fuß, alles schleppen , genau wie Brot vom Bäcker holen , frisch aus der Backstube !!!
Lebensmittel gab es nur , wenn man auch Tüten oder andere Behältnisse mitbrachte. Milch holten wir in der Milchkanne, manchmal auch vom Bauern direkt. Und wehe dir , du bist gestolpert oder sogar gefallen und die Kanne leer gelaufen , dann gab es was hinten drauf!!
Mit Bus zur Schule , schön bequem ? Neee , zu Fuß bei Wind und Wetter, in Holzschuhen und sobald es etwas warm wurde , platt barfuß.
Leute ihr wärt heillos aufgeschmissen , z.B. ohne Telefon/Handy. Telefonieren konnten wir nur in Postnebenstelle im Dorf!
Wir bauten uns eigene Telefonanlagen aus dünnem Kupferdraht , den wir aus den abgestellten , halb zerstörten ,Jägern auf dem Scheinflugplatz holten und alten Konservendosen.
Wir Kinder haben uns noch direkt unterhalten, direkt miteinander gesprochen , ohne Knopf im Ohr und ständiger akustischer Berieselung.

Jo, solche Gedanken beschäftigen mich in der Nacht.

Lange Weile kannte ich nicht und Zeit hatte ich auch nie , grade mal soviel , um schnell meine Schularbeiten zu erledigen. Zum Rechnen musste ich noch meinen Kopf und nicht den elektronischen Rechner benutzen. Bücher musste ich noch selbst lesen und verstehen lernen und nicht über Kopfhörer aufnehmen.
Beneide ich die Kinder und Jugendlichen Heute , ob ihrer technischen Möglichkeiten und ihren vielen elektronischen Hilfsmitteln? Naja, einmal davon abgesehen ,dass wir solches zu jener Zeit ja gar nicht kannten, war das , was es gab für uns ja unerschwinglich.
Ausserdem hatten wir mit uns und UNSEREN Möglichkeiten damals mehr als genug zu tun.

Aus diesen Gründen war meine Kindheit mehr als nur schön.
Meine Jugendzeit dann aber geprägt von Mangel , frühes Verantwortungsbewusstsein und Arbeit.
Doch was Heute alles geboten wird, und Heute erschwinglich ist,……………..so ein ganz kleines bischen wäre doch vielleicht ganz schön gewesen……………..
Gut , dass wir es nicht kannten!!

Nunja, Gedanken , Wissen ……………….wo bleiben sie, bleibt es wenn wir gehen ? Ein Leben lang haben

„Unsere“ Vögel.

Gestern die Mönchsgrasmücke wiedereinmal gesehen und Heute auch mal wieder den Zaunkönig. Erwische ich die mal mit der Kamera, gibt es auch Bilder.

Gierige Politiker/innen.

Niedersachsen
Weil kündigt Neuwahl für 15. Oktober an (S.P.O.N.)
Na, dann nimm mal schon Deinen Hut. Denn bis dahin haben die Schwarz-gelben Dir soviel Dreck an die Füße geklebt, den Du selbst mit 200 Jahren nicht anhäufen kannst. Denn nun wird ja auch hier, wie bei den Amis, mit derart viel Dreck geworfen und die Menschen glauben auch noch, was diese Schmiefinken verbreiten, das ist ja das Schlimme.
Ich weiß noch von früher, als die Menschen hier noch Politik interessiert waren und sagten, hier bei uns wird es nie solch einen schmutzigen Wahlkampf geben.
Ich denke, wir haben die Amis, dank der Gier nach Geld und Macht,gesteuert vom Kapital, schon überholt.Ich schäme mich für unser Land.

5 Euro Tropische Zone.

die Unverschämtheiten der Deutschen Münzhändler.